FORSCHUNGSAKTE
Katastrophenmodell von Angst und Leistung
Das Katastrophenmodell fügt der klassischen Erregungs-Leistungs-Kurve eine zweite Dimension hinzu: die kognitive Angst, also die Sorge. Bei geringer Sorge steigert zunehmende Erregung die Leistung und mindert sie danach sanft — das bekannte umgekehrte U. Bei hoher Sorge kann dieselbe steigende Erregung die Leistung über eine Klippe stoßen — ein plötzlicher, großer Einbruch statt eines sanften Abgleitens — und die Erholung danach erfordert, dass die Erregung viel weiter sinkt als der Punkt, an dem der Einbruch begann, ein Muster namens Hysterese.
DIE ÜBUNG ANSEHEN
Mach aus einem Gedanken, den diese Forschung erklärt, einen klaren Schritt.
DER GEDANKE
“Meine Hände haben verlernt, wie man Freiwürfe wirft”
DEINE AUFGENOMMENE ANTWORT
“Meine Hände kennen diesen Wurf schon. Ihn zu erzählen hilft ihm nicht.”
EIN PRIVATER SCHRITT
Wirf allein an einem Korb still zwei Serien von zehn Freiwürfen — eine mit Blick nur auf den Ring, eine mit bewusster Beschreibung von Ellbogen und Handgelenk — und vergleiche nur deine eigenen Zählungen.
Wie es im Kopf klingt
Ein Freiwerfer, der drei Sekunden vor Schluss um einen Punkt zurückliegt, ist trotz steigendem Publikumslärm und Einsatz noch in Ordnung — bis ein weiteres Quäntchen Druck, gepaart mit starker Sorge vor dem Fehlwurf, die ganze Bewegung in einen plötzlichen freien Fall schickt: kein etwas schlechterer Wurf, sondern ein völliger Fehlschuss, der selbst den Werfer überrascht.