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Selbstdiskrepanz-Reaktanz

Selbstdiskrepanz-Reaktanz ist der Widerstand, den der Geist erzeugt, wenn eine Aussage über das Selbst mit einer bestehenden Selbstüberzeugung kollidiert. Wenn jemand mit niedrigem Selbstwert 'Ich bin liebenswert' hört oder sagt, wird die Behauptung als diskrepant zum tatsächlichen Selbstkonzept wahrgenommen und löst Gegenargumente und negativen Affekt statt Akzeptanz aus. Je größer die Lücke zwischen der geäußerten Behauptung und der bestehenden Selbstüberzeugung, desto ausgeprägter die Reaktanz — und desto mehr Schaden richtet die Aussage an.

Wie es im Kopf klingt

Das innere Skript: 'Mein Therapeut hat mir gesagt, ich solle sagen, dass ich Liebe verdiene, also habe ich es gesagt — und dann die nächsten fünf Minuten damit verbracht, alle Gründe aufzulisten, warum es nicht stimmt.' Dieses Auflisten ist der Mechanismus in Aktion: Die diskrepante Behauptung aktivierte Gegenargument, das die negative Selbstüberzeugung stärkte statt sie zu erodieren.

Quellen: [1] ↗

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