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FORSCHUNGSAKTE

Selbsterfüllende Prophezeiung der Ablehnung

Die selbsterfüllende Prophezeiung der Ablehnung ist der Prozess, durch den Ablehnungsempfindlichkeit genau die Ablehnungen erzeugt, die sie antizipiert. Downey et al.s Längsschnittstudie von 1998 kartierte den Mechanismus: Eine wahrgenommene Kränkung löst AS-getriebene Feindseligkeit oder präemptiven Rückzug aus; der Partner erlebt dies als echte Misshandlung und wird genuinisch weniger zufrieden; die Zufriedenheit sinkt; die Beziehung endet. Jeder Abgang wird dann in die AS-Geschichte aufgenommen — 'siehst du, alle gehen irgendwann' — und verstärkt die ursprüngliche Erwartung, ohne zu erkennen, dass der Abgang ko-produziert wurde.

DIE ÜBUNG ANSEHEN

Mach aus einem Gedanken, den diese Forschung erklärt, einen klaren Schritt.

DER GEDANKE

Warum versuchen -- ich werde sowieso abgelehnt

DEINE AUFGENOMMENE ANTWORT

Nicht zu versuchen ist ein Nein, das ich mir selbst vorweg nehme.

EIN PRIVATER SCHRITT

Öffne den Entwurf oder die Unterlagen, markiere eine Stelle, die noch fehlt, und schreibe in dein Notizfeld nur den nächsten Mini-Schritt auf, ohne ihn abzuschicken.

Wie es im Kopf klingt

Das innere Skript: 'Ich kann sehen, dass sie das Interesse verlieren, also habe ich mich zuerst zurückgezogen — besser gehen als verlassen werden.' Die Forschung kartiert, was als nächstes passiert: Aus der Sicht des Partners wird der unerklärliche Rückzug als Ablehnung erlebt; sie reagieren mit echter Distanz; und die AS-Lesart — 'ich wusste, dass sie gehen würden' — wird durch genau den Mechanismus bestätigt, der das Gehen produziert hat.

Quellen: [1] ↗ · [2] ↗

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