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FORSCHENDE

Die Wissenschaft des Lehrer-Burnouts: Warum "Wer's nicht kann, unterrichtet" falsch liegt

3 die forschenden dahinterDer Spruch, Unterrichten sei das, was man tut, wenn man sonst nichts kann, stammt aus einem Theaterstück von 1903 über Revolutionäre, nicht über Klass

University of Pennsylvania Graduate School of Education

Richard M. Ingersoll

Bekannt für:Landesweite Datenanalysen, die den 'Lehrermangel' vor allem als Fluktuations- und Bindungskrise neu einordnen

Zentrale Befunde

  1. 2001

    Anhand landesweiter Daten der Schools and Staffing Survey stellte er fest, dass Personalprobleme an Schulen weit stärker durch organisatorische Fluktuation als durch zu wenige neu ausgebildete Lehrkräfte verursacht werden.

  2. 2010

    Mit Perda führte er den weithin berichteten Mangel an Mathematik- und Naturwissenschaftslehrkräften auf eine 'Drehtür' der Fluktuation zurück statt auf zu geringe Ausbildung neuer Lehrkräfte, und bezeichnete rein rekrutierungsorientierte Politikmaßnahmen als falsche Verschreibung für eine falsche Diagnose.

University of California, Berkeley

Christina Maslach

Bekannt für:Schöpferin des Maslach Burnout Inventory (MBI), des am weitesten verbreiteten Maßes für berufliches Burnout, und Pionierin des dreidimensionalen Burnout-Modells (Erschöpfung, Depersonalisierung, verringerte Wirksamkeit)

Zentrale Befunde

  1. 1981

    Gemeinsam mit Susan Jackson entwickelte und validierte Maslach das MBI und etablierte Burnout als messbares dreidimensionales Konstrukt — emotionale Erschöpfung, Depersonalisierung und verringerte persönliche Leistung — und zeigte, dass Burnout in Humandienstleistungsberufen mit chronischen interpersonalen Anforderungen häufiger auftritt.

  2. 2016

    Mit Michael Leiter überblickte Maslach drei Jahrzehnte Burnout-Forschung und argumentierte, dass wirksame Interventionen sowohl individuelle Bewältigungsstrategien als auch organisationale Bedingungen ansprechen müssen — Arbeitsbelastung, Kontrolle, Belohnung, Gemeinschaft, Fairness und Werte —, da rein individuelle Interventionen nur begrenzte Langzeitwirkungen zeigen.

University of Missouri

Keith C. Herman

Bekannt für:Direkte Verknüpfung von Lehrerstress- und Bewältigungsprofilen mit Unterrichtspraxis und Schülerergebnissen

Zentrale Befunde

  1. 2018

    Mit Hickmon-Rosa und Reinke identifizierte er vier empirisch abgeleitete Lehrerstress-und-Bewältigungs-Profile; Lehrkräfte der Gruppe hoher Stress/geringe Bewältigung zeigten mehr beobachtete Tadel und geringere Selbstwirksamkeit, und ihre Schüler berichteten mehr Depression.

  2. 2020

    Mit Prewett, Eddy, Savala und Reinke fand er, dass 94 % der Mittelschullehrkräfte in einer distriktübergreifenden Stichprobe von hohem Stress berichteten, fast gleichmäßig aufgeteilt zwischen Untergruppen mit guter und schlechter Bewältigung, wobei nur 6 % insgesamt niedrigen Stress berichteten.

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