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FORSCHENDE

Die Wissenschaft der Identität von Eltern zu Hause: Warum der Rückzug aus dem Beruf für die Care-Arbeit sich wie Selbstverlust anfühlt

4 die forschenden dahinter"Du arbeitest ja nicht, du bist doch nur zu Hause bei den Kindern" ist einer der am stärksten durch Daten widerlegten Sätze im Familienleben. Zeitverw

University of Houston

Helen Rose Fuchs Ebaugh

Bekannt für:Rollen-Ausstiegstheorie — der vierstufige Prozess des Verlassens einer zentralen sozialen Rolle und des Aufbaus einer neuen Identität

Zentrale Befunde

  1. 1988

    In 185 Interviews mit Ex-Nonnen, Ex-Häftlingen, Rentnern und Geschiedenen folgte der Rollenausstieg einer konsistenten vierstufigen Abfolge: erste Zweifel, Suche nach Alternativen, ein Wendepunkt und schließlich der Aufbau einer 'Ex'-Identität — unabhängig davon, ob der Ausstieg gewählt oder erzwungen war.

  2. 1988

    Ebaugh dokumentierte das 'Identitätsresiduum' — Spuren der Gewohnheiten, Reflexe und des Selbstbildes der früheren Rolle, die weit über den Ausstieg hinaus bestehen bleiben, was bedeutet, dass die berufliche Identität eines zu Hause bleibenden Elternteils nicht von Grund auf neu aufgebaut werden muss, wenn es schließlich in die bezahlte Arbeit zurückkehrt.

University of California, Los Angeles

Suzanne M. Bianchi

Bekannt für:Zeittagebuch-Forschung, die die geschlechtsspezifische Aufteilung von bezahlter Arbeit, Hausarbeit und Freizeit dokumentiert

Zentrale Befunde

  1. 2003

    Zusammen mit Marybeth Mattingly zeigte Bianchi, dass die Geschlechterlücke bei der Freizeit nicht nur eine Frage der reinen Stunden ist: Die Freizeit von Frauen war fragmentierter und öfter durch gleichzeitige Kinderbetreuung oder Hausarbeit 'kontaminiert', was ihre erholsame Qualität unabhängig von der Stundenzahl senkte.

  2. 2012

    Zusammen mit Sayer, Milkie und Robinson aktualisierte Bianchi jahrzehntelange Hausarbeitsdaten und fand, dass der Beitrag der Männer, der von den 1960ern bis in die 1990er anstieg, sich danach weitgehend einpendelte — die Aufteilung der unbezahlten Hausarbeit konvergiert nicht mehr weiter.

University of California, Berkeley

Arlie Russell Hochschild

Bekannt für:Soziologin, die das Konzept der Gefühlsarbeit einführte — die Steuerung von Gefühlen, um die emotionalen Anforderungen eines Jobs zu erfüllen — und zeigte, dass Servicekräfte messbare psychologische Kosten für das Ausführen vorgeschriebener Emotionen zahlen

Zentrale Befunde

  1. 1983

    In 'The Managed Heart' analysierte Hochschild Flugbegleiterinnen und Inkassobetreiber, um zu zeigen, dass Servicearbeit Gefühlsarbeit erfordert — die eigenen Emotionen als Arbeitsanforderung zu managen — und identifizierte zwei Strategien: Oberflächenaktieren (echte Gefühle unterdrücken und erforderliche aufführen) und Tiefenaktieren (die erforderliche Emotion wirklich hervorrufen). Beide tragen psychologische Kosten. Oberflächenaktieren erzeugt Inauthentizität und Stress; Tiefenaktieren riskiert Entfremdung von den eigenen emotionalen Reaktionen und trägt zu Burnout und Identitätsverwirrung bei Servicekräften bei.

University of Wisconsin-Madison

Allison Daminger

Bekannt für:Die Identifizierung 'kognitiver Arbeit' als eigenständige, geschlechtsspezifische Dimension des Haushaltsmanagements

Zentrale Befunde

  1. 2019

    Basierend auf 70 Interviews mit Mitgliedern von 35 Paaren definierte Daminger kognitive Arbeit als vier Komponenten — Bedürfnisse antizipieren, Optionen identifizieren, entscheiden und überwachen — die sich von den körperlichen Aufgaben unterscheiden, denen sie vorausgeht und die sie organisiert.

  2. 2019

    Daminger fand, dass Männern öfter der sichtbare Schritt des 'Entscheidens' zugeschrieben wurde, während Frauen überproportional das Antizipieren und Überwachen trugen — die am wenigsten sichtbaren, am schwersten planbaren und hartnäckigsten Komponenten kognitiver Arbeit.

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