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FORSCHENDE

Die Wissenschaft der sozialen Angst: Warum das Publikum in deinem Kopf größer ist als das echte

4 die forschenden dahinterDein Gehirn spielt ein Skript ab: Alle schauen zu, alle sehen deine Nervosität, und jeder peinliche Moment wird aufgezeichnet. Dreißig Jahre Experimen

Cornell University

Thomas Gilovich

Bekannt für:Egozentrische Verzerrungen im sozialen Urteil — wie wir falsch einschätzen, was andere über uns bemerken und schließen

Zentrale Befunde

  1. 1998

    Menschen überschätzen, wie stark ihre inneren Zustände — Nervosität, Ekel, Täuschung — 'durchsickern' und für Beobachter lesbar sind; die Autoren nannten diesen Bias Illusion der Transparenz.

  2. 2000

    In T-Shirt-, Diskussions- und Erscheinungsstudien sagten Personen etwa doppelt so viele Beobachter ihrer Handlungen und ihres Aussehens voraus, wie es tatsächlich gab — der Spotlight-Effekt.

  3. 2001

    Nach sozialen Patzern beurteilen uns Beobachter milder als erwartet: Der Handelnde fixiert sich auf den Fehler, während Beobachter die Situation einbeziehen und schneller weiterziehen.

Williams College

Kenneth Savitsky

Bekannt für:Experimente zum Spotlight-Effekt und zur Illusion der Transparenz, einschließlich der Frage, wie die Korrektur der Illusion Redeangst lindert

Zentrale Befunde

  1. 2003

    Redner, denen erklärt wurde, dass ihre Nervosität weit weniger sichtbar ist als angenommen, fühlten sich bei einer Stegreifrede ruhiger und wurden von Beobachtern besser bewertet als uninformierte Redner.

  2. 2001

    Menschen überschätzen, wie hart andere ihre Misserfolge und Patzer beurteilen — die tatsächlichen Urteile der Beobachter waren durchweg milder als die Vorhersagen der Handelnden.

University of Oxford

David M. Clark

Bekannt für:Das kognitive Modell der sozialen Angst und die darauf aufbauende kognitive Therapie, geprüft in randomisierten kontrollierten Studien

Zentrale Befunde

  1. 1995

    Schlug mit Adrian Wells vor, dass soziale Angst durch selbstfokussierte Aufmerksamkeit, verzerrte Selbstbilder, Sicherheitsverhalten und Prä-/Post-Ereignis-Verarbeitung aufrechterhalten wird — nicht durch objektiv schlechte Leistung.

  2. 2003

    In einer randomisierten Studie übertraf die auf diese Aufrechterhaltungsprozesse zielende kognitive Therapie Fluoxetin plus Selbstexposition bei generalisierter sozialer Phobie.

  3. 2006

    Die kognitive Therapie der sozialen Phobie — Sicherheitsverhalten aufgeben, Aufmerksamkeit nach außen richten, Videofeedback — schlug Exposition plus angewandte Entspannung in einem direkten randomisierten Vergleich.

University of Manchester

Adrian Wells

Bekannt für:Experimentelle Arbeiten zu Sicherheitsverhalten und Aufmerksamkeit bei sozialer Phobie sowie Koautor des kognitiven Modells von Clark & Wells

Zentrale Befunde

  1. 1995

    Die Konfrontation mit gefürchteten sozialen Situationen senkte Angst und Katastrophenüberzeugungen deutlich stärker, wenn Patienten gleichzeitig ihr situatives Sicherheitsverhalten aufgaben.

  2. 1998

    In einer Einzelfallserie mit acht sozialphobischen Patienten übertraf kurze Exposition kombiniert mit externem Aufmerksamkeitsfokus die Exposition allein beim Abbau von Angst und Katastrophenüberzeugungen.

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