REALITYWIPE

FORSCHENDE

Die Wissenschaft der Prokrastination: Warum es um Gefühle geht, nicht um Faulheit

3 die forschenden dahinter'Ich bin so eine faule Person' ist eine der häufigsten Arten, wie Menschen ihre Prokrastination erklären — und eine der ungenauesten. Jahrzehnte von V

University of Calgary

Piers Steel

Bekannt für:Die maßgebliche Metaanalyse der Prokrastinationsforschung und die temporale Motivationstheorie des Aufschiebens

Zentrale Befunde

  1. 2006

    Die temporale Motivationstheorie integriert Erwartung, Wert, Impulsivität und zeitlichen Abstand in ein Modell der Motivation über die Zeit: Der Sog einer Aufgabe schwächt sich ab, je ferner ihr Ertrag liegt — deshalb bewegen uns ferne Deadlines kaum, bis sie näher rücken.

  2. 2007

    Über 691 Korrelationen hinweg waren die starken, konsistenten Prädiktoren der Prokrastination Aufgabenaversion, zeitlicher Abstand, Selbstwirksamkeit und Impulsivität — und Schätzungen zufolge prokrastinieren 80-95 % der Studierenden, fast 50 % dauerhaft und problematisch.

Carleton University

Timothy A. Pychyl

Bekannt für:Emotionsregulationsmodell der Prokrastination — chronisches Aufschieben als motivierte Vermeidung aufgabenbezogener negativer Affekte statt schlechtes Zeitmanagement rahmend

Zentrale Befunde

  1. 2016

    Mit Fuschia Sirois veröffentlichte Pychyl eine theoretische Übersicht, die argumentiert, Prokrastination sei fundamental ein Emotionsregulationsproblem: Vermeidung produziert zuverlässig kurzfristige Stimmungsreparatur, und diese unmittelbare Verstärkung erhält die Gewohnheit aufrecht, selbst wenn sie langfristiges Wohlbefinden kostet.

New York University / University of Konstanz

Peter M. Gollwitzer

Bekannt für:Begründer der Implementierungsintentionstheorie — das Wenn-Dann-Planungsformat, das situative Auslöser mit vorab entschiedenen zielgerichteten Reaktionen verknüpft und die Umsetzung gegenüber bloßen Zielintentionen dramatisch verbessert

Zentrale Befunde

  1. 1999

    Gollwitzer schlug vor, dass das Wenn-Dann-Planformat ('Wenn Situation Y, werde ich Z tun') die mentale Zugänglichkeit des spezifizierten Auslösers erhöht, sodass das Verhalten automatisch ausgelöst wird, wenn dieser Auslöser angetroffen wird — die Notwendigkeit erneuter bewusster Anstrengung umgehend.

  2. 2006

    Mit Paschal Sheeran führte Gollwitzer eine Metaanalyse von 94 Studien durch und fand d = 0,65 über verschiedene Zielbereiche, was Implementierungsintentionen als eines der zuverlässigsten Selbstregulationswerkzeuge in der sozialwissenschaftlichen Evidenzbasis etablierte.

Vollständige Forschungsakte anzeigenAlle Forschenden