FORSCHUNGSAKTE
Piers Steel
University of Calgary
Bekannt für:Die maßgebliche Metaanalyse der Prokrastinationsforschung und die temporale Motivationstheorie des Aufschiebens
DIE ÜBUNG ANSEHEN
Mach aus einem Gedanken, den diese Forschung erklärt, einen klaren Schritt.
DER GEDANKE
“Ich hätte vor Wochen anfangen sollen zu lernen — warum also jetzt noch”
DEINE AUFGENOMMENE ANTWORT
“Der Rückstand ist real; meine Fähigkeit zu lernen ist es auch. Beides kann gleichzeitig wahr sein.”
EIN PRIVATER SCHRITT
Öffne deine Lernmaterial und notiere eine einzelne Aufgabe, bei der du nicht weißt, wie sie geht — ohne eine Anleitung zu lesen oder zu ändern. Nur die Aufgabe aufschreiben, privat. Das ist der Beweis, dass du wirklich angefangen hast, nicht dass du fertig bist.
Zentrale Befunde
- 2006
Die temporale Motivationstheorie integriert Erwartung, Wert, Impulsivität und zeitlichen Abstand in ein Modell der Motivation über die Zeit: Der Sog einer Aufgabe schwächt sich ab, je ferner ihr Ertrag liegt — deshalb bewegen uns ferne Deadlines kaum, bis sie näher rücken. Integrating Theories of Motivation ↗
- 2007
Über 691 Korrelationen hinweg waren die starken, konsistenten Prädiktoren der Prokrastination Aufgabenaversion, zeitlicher Abstand, Selbstwirksamkeit und Impulsivität — und Schätzungen zufolge prokrastinieren 80-95 % der Studierenden, fast 50 % dauerhaft und problematisch. The Nature of Procrastination: A Meta-Analytic and Theoretical Review of Quintessential Self-Regulatory Failure ↗