REALITYWIPE

FORSCHENDE

Die Wissenschaft der Teamdynamik im Sport: Zusammenhalt, soziales Faulenzen und Kabinen-Hierarchie

3 die forschenden dahinterDie Geschichten, die sich Sportler über ihr Team erzählen — 'wir harmonieren einfach nicht', 'die geben sich keine Mühe', 'ich bin das schwache Glied'

University of Western Ontario (1974–2011)

Albert V. Carron

Bekannt für:Grundlegendes konzeptionelles Modell des Gruppenzusammenhalts im Sport und die erste Meta-Analyse zum Zusammenhang zwischen Zusammenhalt und Leistung

Zentrale Befunde

  1. 1981

    Zusammenhalt in Sportgruppen ist mehrdimensional und teilt sich in Aufgabenzusammenhalt (Einigkeit auf gemeinsame Ziele hin) und sozialen Zusammenhalt (zwischenmenschliche Anziehung), jeweils auf Gruppen- und individueller Ebene messbar — eine Abkehr davon, Zusammenhalt als einheitliche Eigenschaft zu behandeln.

  2. 2002

    Bei 46 gepoolten Studien und 164 Effektstärken zeigt Zusammenhalt einen signifikanten, mittleren bis großen Zusammenhang mit der Leistung von Sportteams — stärker in begutachteten Publikationen und bei Frauenteams als bei Männerteams.

  3. 2002

    Als Mitautor des operationalen Modells der Rollenambiguität trug er den Befund bei, dass unklare Erwartungen zu Umfang, Verhalten, Bewertung und Konsequenzen — sowohl bei Angriffs- als auch Abwehrrollen — schlechtere Rollenerfüllung in interdependenten Sportteams vorhersagen.

Wilfrid Laurier University

Mark A. Eys

Bekannt für:Forschung zu Rollenambiguität, Rollenakzeptanz und Zusammenhaltsmessung in interdependenten Sportteams

Zentrale Befunde

  1. 2003

    Die Rollenambiguität von Athleten hing mit geringerer Zufriedenheit über mehrere Facetten der Sporterfahrung zusammen, darunter individuelle und Team-Leistung, Fähigkeitsnutzung und Team-Integration.

  2. 2003

    In einer saisonlangen Mehrebenenstudie berichteten Athleten im ersten Jahr zu Saisonbeginn von größerer Rollenambiguität als Veteranen — eine Lücke, die sich zum Saisonende hin schloss, als die Rollen für alle klarer wurden.

University of British Columbia

Mark R. Beauchamp

Bekannt für:Konzeptionelles Modell der Rollenambiguität in Sportteams und Forschung, die Trainer-Führungsverhalten mit der Rollenklarheit von Athleten verknüpft

Zentrale Befunde

  1. 2002

    Schlug ein vierdimensionales, zweikontextuelles (Angriff/Abwehr) operationales Modell der Rollenambiguität in Sportteams vor und validierte es, was die Grundlage für die in diesem Feld verwendete Role Ambiguity Scale bildete.

  2. 2005

    Trainerverhalten in Form von Training/Instruktion und positivem Feedback hing mit anschließend geringeren Rollenambiguitäts-Wahrnehmungen der Athleten zusammen — ein Hinweis darauf, dass Führungsstil ein Hebel zu ihrer Reduzierung ist.

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