University of Chicago
John T. Cacioppo
Bekannt für:Das evolutionäre Modell der Einsamkeit als adaptives Signal und die Befunde zur Hypervigilanz für soziale Bedrohung
Zentrale Befunde
- 2006
Einsamkeit passt zu einer evolutionären Erklärung: Wie Hunger oder Durst ist sie ein aversives Signal, das unsere Vorfahren motivierte, soziale Bindungen zu pflegen und zu reparieren — ein funktionaler Mechanismus, kein Charakterfehler dessen, der sie fühlt. ↗
- 2014
Wahrgenommene soziale Isolation löst implizite Hypervigilanz für soziale Bedrohung aus und erzeugt Aufmerksamkeits-, Bestätigungs- und Gedächtnisverzerrungen bei der Verarbeitung sozialer Information — wodurch die soziale Welt feindseliger wirken kann, als sie ist. ↗
- 2015
In hochauflösender EEG-Arbeit mit Kollegen unterschieden die Gehirne einsamer Teilnehmender soziale Bedrohungsbilder schon nach etwa 116 ms, gegenüber etwa 252 ms bei nicht einsamen — direkter Beleg, dass der Bedrohungsbias automatisch abläuft, unterhalb bewusster Kontrolle. ↗