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Die Wissenschaft der relationalen Aggression: Ausschluss und Getuschel sind echte Aggression

Wenn du je aus einem Gruppenchat ausgefroren wurdest, hinter deinem Rücken besprochen oder bei einer Einladung 'vergessen' wurdest, hat sich dein Selbstgespräch vermutlich zweigeteilt: 'Ist doch nur Drama, stell dich nicht so an' oder 'Sie tun das, weil mit mir etwas nicht stimmt.' Die Forschung sagt: Beide Skripte sind falsch. Seit 1995 hat die Psychologie einen Namen für Schaden, der über Beziehungen angerichtet wird — relationale Aggression — und die Daten zeigen: Sie ist echte Aggression, sie hört nach der Schule nicht auf, sie zieht sich durch Arbeitsplätze und erwachsene Freundeskreise, und das Gehirn verarbeitet Ausschluss mit Teilen derselben Schaltkreise wie körperlichen Schmerz. Hier ist, was die Ausschlussforschung tatsächlich herausgefunden hat.

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  1. 01 Wer benannte 'relationale Aggression' erstmals als eigenständige Aggressionsform, und wann?

    Crick und Grotpeters Child-Development-Artikel von 1995 führte relationale Aggression ein — anderen über Beziehungen zu schaden, etwa durch Ausschluss und Gerüchte — in einer Studie mit 491 Kindern der dritten bis sechsten Klasse, und zeigte, dass ihre Zielpersonen abgelehnter, einsamer und depressiver waren als Gleichaltrige. Quelle

  2. 02 Was geschah in der fMRT-Studie in Science von 2003 im Gehirn, als Menschen aus einem virtuellen Ballspiel ausgeschlossen wurden?

    Eisenberger, Lieberman und Williams fanden den dACC bei Ausschluss aktiver als bei Einbeziehung, wobei die Aktivität mit der berichteten Belastung korrelierte — und schlossen daraus, dass sozialer Schmerz dem körperlichen analog ist und uns vor Schaden an unseren sozialen Verbindungen warnt. Quelle

  3. 03 Was fand die College-Studie von Werner und Crick aus dem Jahr 1999 über relationale Aggression bei Erwachsenen?

    Werner und Crick fanden relationale Aggression in einer College-Stichprobe verbreitet, und — trotz durchschnittlicher Geschlechterunterschiede — waren relational aggressive junge Männer genauso von Anpassungsproblemen bedroht wie Frauen. Das Verhalten und seine Kosten setzen sich im Erwachsenenalter fort. Quelle

  4. 04 Wie schnitt Ostrazismus am Arbeitsplatz in den Organization-Science-Studien von 2015 im Vergleich zu Schikane ab?

    Über drei Feldstudien fanden O'Reilly und Kollegen eine Lücke zwischen Wahrnehmung und Realität: Beschäftigte hielten Ostrazismus für akzeptabler und weniger schädlich als Schikane, doch Ostrazismus hing stärker mit verlorener Zugehörigkeit und schlechterem Wohlbefinden zusammen — und er, nicht Schikane, sagte die tatsächliche Kündigung drei Jahre nach der Erhebung vorher. Quelle

  5. 05 Welches Muster hing in der großen Erwachsenenstudie von 2010 (N = 1.387) spezifisch mit feindseligen Attributionsverzerrungen zusammen — dem Hineinlesen eines absichtlichen Angriffs in mehrdeutige relationale Situationen?

    Murray-Close und Kollegen fanden reaktive — nicht proaktive — relationale Aggression spezifisch mit feindseligen Attributionsverzerrungen und mit Belastung durch mehrdeutige relationale Provokationen verbunden, und häufiger bei Erwachsenen mit intermittierender explosibler Störung. Der Auslöser ist oft eine verzerrte Lesart einer unklaren Situation. Quelle

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