REALITYWIPE

FORSCHUNGSAKTE

Die Liking Gap

Die Liking Gap ist die systematische Unterschätzung, wie sehr andere uns nach einem Gespräch mögen. Boothby, Cooney, Sandstrom und Clark (2018) fanden sie in Laborgesprächen zwischen Fremden, in Workshops und bei Wohnheim-Mitbewohnern über ein Studienjahr: Die Gegenüber gaben durchweg mehr Sympathie an, als die Teilnehmenden glaubten. Genährt wird die Lücke von der harten Selbstbewertung der eigenen Gesprächsleistung — der inneren Kritik, die das Gegenüber nie hört.

DIE ÜBUNG ANSEHEN

Mach aus einem Gedanken, den diese Forschung erklärt, einen klaren Schritt.

DER GEDANKE

Ich bin zu langweilig, um es als Freund wert zu sein

DEINE AUFGENOMMENE ANTWORT

Das Gespräch war real. Was ich danach über mich denke, ist ein Echo, kein Beweis.

EIN PRIVATER SCHRITT

Notier nach eurem nächsten Treffen in einem privaten Notizbuch oder einer Note dein stilles Urteil über dich — nur einen Satz. Speicher ab, ohne zu löschen oder zu handeln. Beobachte, ob die Aussage der Person in den nächsten Tagen widerlegt wird — durch ein Nachrichtentext,…

Wie es im Kopf klingt

Du verlässt ein Treffen und spulst den Witz zurück, der nicht zündete, und folgerst: 'Die waren nur höflich.' Währenddessen ging die andere Person aus demselben Gespräch mit dem Gefühl, es lief gut — und fragte sich, ob du sie magst.

Quellen: [1] ↗ · [2] ↗

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