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FORSCHUNGSAKTE

Affirmations-Bumerang-Effekt

Der Affirmations-Bumerang-Effekt ist das empirisch belegte Muster, bei dem positive Selbstaussagen — die das Selbstbild verbessern sollen — Stimmung und situatives Selbstwertgefühl bei Personen mit bereits niedrigem Selbstwert messbar verschlechtern. Erstmals in kontrollierten Experimenten von Wood, Perunovic und Lee (2009) nachgewiesen, tritt der Effekt auf, weil eine positive Behauptung, die einer bestehenden negativen Selbstüberzeugung widerspricht, Widerstand statt Akzeptanz auslöst und damit schlimmere Ergebnisse produziert als gar keine Intervention.

Wie es im Kopf klingt

Das innere Skript lautet: 'Ich sage immer wieder, ich bin liebenswert, aber ich glaube es nicht, und zu bemerken, dass ich es nicht glaube, macht mich schlimmer.' Die Forschung liest es als vorhersagbaren Mechanismus: Die Lücke zwischen der Aussage und der bestehenden Selbstüberzeugung ist das Problem, nicht das Versagen der Person, sich nicht genug zu bemühen.

Quellen: [1] ↗ · [2] ↗

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