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FORSCHENDE

Die Wissenschaft des sozialen Vergleichs: Warum Scrollen dich kleiner fühlen lässt

4 die forschenden dahinter"Alle anderen scheinen es im Griff zu haben" ist kein Charakterfehler — es ist eine Vorhersage, die dein Gehirn macht, nachdem es den Vergleichsalgori

University of Minnesota

Leon Festinger

Bekannt für:Begründung der Theorie des sozialen Vergleichs (1954): Menschen bewerten sich im Vergleich mit anderen, wenn objektive Maßstäbe fehlen.

Zentrale Befunde

  1. 1954

    Menschen haben einen Antrieb, ihre Meinungen und Fähigkeiten zu bewerten; fehlen objektive, nicht-soziale Mittel, bewerten sie sich im Vergleich mit anderen.

  2. 1954

    Vergleiche richten sich bevorzugt auf ähnliche Andere: Je näher uns jemand in Fähigkeit oder Lage ist, desto stärker prägt sein Stand unsere Selbstbewertung — deshalb treffen die Feeds von Gleichaltrigen härter als die von Prominenten.

Albert Einstein College of Medicine

Thomas Ashby Wills

Bekannt für:Theorie des Abwärtsvergleichs (1981): Unter Belastung kann der Vergleich mit Schlechtergestellten das subjektive Wohlbefinden stützen — die Richtung des Vergleichs, nicht der Vergleich selbst, entscheidet über das emotionale Ergebnis.

Zentrale Befunde

  1. 1981

    Menschen mit negativem Affekt können ihr subjektives Wohlbefinden durch den Vergleich mit weniger Glücklichen steigern — passiv oder aktiv.

  2. 1981

    Abwärtsvergleiche wirken in vielen Bereichen — von Affiliation unter Angst bis zu Vorurteil und Humor — und zeigen, dass Selbstbewertungsmotive leise steuern, mit wem wir uns vergleichen.

University of Georgia

Abraham Tesser

Bekannt für:Das Self-Evaluation Maintenance (SEM)-Modell — das zeigt, wie die Nähe zu einem Hochleister je nach Domänenrelevanz zwischen bedrohlicher und schmeichelhafter Selbstbewertung wechselt

Zentrale Befunde

  1. 1988

    Nahestehende, die dich in einem selbstrelevanten Bereich übertreffen, bedrohen die Selbstbewertung (Kontrasteffekt), während dieselbe Überleistung in einem irrelevanten Bereich es dir erlaubt, dich in ihrem Ruhm zu sonnen (Assimilationseffekt) — was bedeutet, dass der Bereich genauso wichtig ist wie die Vergleichsrichtung.

University of Toledo

Nicole Vogel

Bekannt für:Experimentelle Forschung darüber, wie passive Exposition gegenüber idealisierten Facebook-Profilen die Selbstbewertungen senkt und wie intensivere Plattformnutzung das soziale Vergleichsverhalten verstärkt

Zentrale Befunde

  1. 2014

    Passive Exposition gegenüber Facebook-Profilen, die andere mit überlegener Attraktivität, Intelligenz und Erfolg darstellen, senkte die Selbstbewertungen der Teilnehmer in eben diesen Dimensionen; Intensivnutzer von Facebook berichteten mehr Vergleichsverhalten, was darauf hindeutet, dass Plattformnutzung und Aufwärtsvergleich einen verstärkenden Kreislauf bilden.

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