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FORSCHENDE

Die Wissenschaft der Rückfallprävention: Warum 'nur dieses eine Mal' das gefährlichste Skript in der Genesung ist

2 die forschenden dahinter'Das verdiene ich mir nach dieser Woche.' 'Nur dieses eine Mal schadet nicht.' 'Ich war in letzter Zeit so diszipliniert.' Diese Gedanken fühlen sich

University of Washington

G. Alan Marlatt

Bekannt für:Gründungsarchitekt der Rückfallpräventionstherapie — das kognitiv-behaviorale Modell, das Rückfall als vorhersehbaren, unterbrechbaren Prozess rahmt, der durch Hochrisikosituationen, Bewältigungsdefizite und erlaubnisgebende Gedanken angetrieben wird

Zentrale Befunde

  1. 1985

    Mit Judith Gordon veröffentlichte Marlatt das grundlegende Rückfallpräventionsframework, das die Sequenz von Hochrisikosituation → unzureichende Bewältigung → erlaubnisgebender Gedanke → Ausrutscher → Abstinenzverstoßeffekt → Rückfall abbildete, und kognitive Verhaltensfertigkeitstraining als primäre Intervention etablierte.

  2. 1986

    Mit Kollegen definierte und testete Marlatt empirisch den Abstinenzverstoßeffekt — und zeigte, dass die Selbstattribution einer Person nach einem ersten Ausrutscher (Charakterversagen vs. situatives Ereignis) genauso prädiktiv für einen vollständigen Rückfall ist wie der Ausrutscher selbst.

University of New Mexico

Katie Witkiewitz

Bekannt für:Aktualisierung und empirische Validierung von Marlatt's dynamischem Rückfallmodell, mit dem Nachweis, dass Genesung ein nichtlinearer Prozess ist und ein einzelner Ausrutscher den aufgebauten Fortschritt nicht zunichte macht

Zentrale Befunde

  1. 2004

    Mit Marlatt veröffentlichte Witkiewitz ein überarbeitetes dynamisches Rückfallmodell, das die ursprüngliche lineare Kette durch ein komplexes Geflecht tonischer (stabile Hintergründe) und phasischer (Moment-zu-Moment) Risikofaktoren ersetzte, das der Realität nicht-linearer Genesungsverläufe Rechnung trägt.

  2. 2005

    Mit Marlatt überprüfte Witkiewitz die empirische Evidenz für RP-Interventionen und fand konsistente Unterstützung für Alkohol, Tabak, Cannabis und Kokain, mit den stärksten Effekten, wenn das Training explizit auf die Bewältigung erlaubnisgebender Gedanken und Hochrisikosituationen abzielte.

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