REALITYWIPE

FORSCHENDE

Die Wissenschaft des Neids: Warum das Gefühl, das schmerzt, auch antreiben kann

2 die forschenden dahinterNeid hat den Ruf einer rein destruktiven Emotion — jener, die einen dazu bringt, andere herunterzuziehen statt sich selbst aufzubauen. Aber Jahrzehnte

Tilburg University

Niels van de Ven

Bekannt für:Experimentelle Forschung, die gutartigen von bösartigem Neid unterscheidet und zeigt, dass wahrgenommene Verdienst­haftigkeit bestimmt, welche Form entsteht, und dass gutartiger Neid aufwärtsgerichtete Motivation stärker antreibt als Bewunderung

Zentrale Befunde

  1. 2009

    Mit Marcel Zeelenberg und Rik Pieters demonstrierte van de Ven in mehreren Studien, dass Neid keine einheitliche Emotion ist, sondern sich in gutartigen Neid (der zur Selbstverbesserung motiviert, wenn der Vorteil als verdient gilt) und bösartigen Neid (der dazu motiviert, dem anderen zu schaden, wenn er als unverdient gilt) aufteilt.

  2. 2009

    Dieselbe Forschung fand, dass gutartiger Neid — anders als Bewunderung — die Ausdauer bei anspruchsvollen Aufgaben steigert, weil der unbehagliche motivationale Druck des Neids aktiv ist auf eine Weise, wie es Bewunderungs angenehmer Fokus auf die andere Person nicht ist.

Harvard Business School

Francesca Gino

Bekannt für:Forschung darüber, wie erfolgreiche Personen bösartigen Neid anderer mildern können, indem sie ihre vergangenen Misserfolge offenbaren, ihren Erfolg vermenschlichen und die wahrgenommene Verdienst­haftigkeit erhöhen

Zentrale Befunde

  1. 2018

    Forschung an der Harvard Business School zeigte, dass erfolgreiche Personen, die ihre vergangenen Misserfolge offenbaren, weniger bösartigen Neid bei Beobachtern auslösen — weil die Vermenschlichung des Erfolgs die wahrgenommene Verdienst­haftigkeit erhöht und den Neid anderer von der bösartigen in Richtung der gutartigen Form verschiebt.

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