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FORSCHUNGSAKTE

Sunk-Cost-Pivot-Vermeidung

Sunk-Cost-Pivot-Vermeidung ist die Tendenz, weiterhin in eine scheiternde Richtung zu investieren, weil bereits so viel ausgegeben wurde — Zeit, Geld, Identität — statt wegen des zu erwartenden Gewinns durch Weitermachen. Arkes' und Blumers Experimente stellten fest, dass vergangene Investitionen keinen rationalen Einfluss auf den zukünftigen Erwartungswert haben: bereits entstandene Kosten können weder durch Fortführen noch durch Aufhören zurückgeholt werden. Dennoch zeigt die Forschung durchgängig, dass sie die Fortsetzungsentscheidung weit stärker dominieren als erwartete zukünftige Renditen.

DIE ÜBUNG ANSEHEN

Mach aus einem Gedanken, den diese Forschung erklärt, einen klaren Schritt.

DER GEDANKE

Ein Pivot heißt zugeben, dass ich zwei Jahre verschwendet habe

DEINE AUFGENOMMENE ANTWORT

Die zwei Jahre sind ausgegeben, egal was ich jetzt tue. Die Frage ist nur: Wohin gehen die nächsten vier Monate?

EIN PRIVATER SCHRITT

Schreib auf: Drei konkrete Dinge, die du durch diese zwei Jahre gelernt hast, die du ohne diesen Weg nicht gewusst hättest. Nicht generalisiert — konkret (z. B. 'Nutzer klicken auf Feature X, aber nutzen es nicht'; 'Freunde im späten Vertriebsgespräch sind honester als frühe').

Wie es im Kopf klingt

Das innere Skript: 'Ich habe zwei Jahre und alles, was ich habe, in dieses Projekt gesteckt — ich kann jetzt nicht einfach aufgeben.' Die Forschung liest es anders: Diese zwei Jahre und das Geld sind bereits weg, egal ob du pivotierst oder nicht. Die Entscheidung, was als nächstes zu tun ist, dreht sich nur darum, was von hier aus wahrscheinlich passieren wird — und der Sunk Cost ist für diese Berechnung irrelevant.

Quellen: [1] ↗ · [2] ↗

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