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FORSCHUNGSAKTE

Selbstbewertungserhaltung

Self-Evaluation Maintenance (SEM) ist Tessers Modell von 1988, das beschreibt, wie Menschen ihr Selbstwertgefühl angesichts des Erfolgs nahestehender Personen schützen. Wenn ein Freund dich in etwas übertrumpft, das dir wichtig ist, kannst du dich bedroht fühlen (Kontrast); wenn er dich in etwas übertrumpft, das dir egal ist, kannst du dich darin sonnen (Assimilation). SEM sagt voraus, dass Menschen dies bewältigen, indem sie entweder ändern, wie sehr ihnen der Bereich wichtig ist, sich vom Hochleister distanzieren oder daran arbeiten, ihn zu übertrumpfen.

DIE ÜBUNG ANSEHEN

Mach aus einem Gedanken, den diese Forschung erklärt, einen klaren Schritt.

DER GEDANKE

Alle anderen sind weiter

DEINE AUFGENOMMENE ANTWORT

Ich vergleiche mein Innen mit ihrem Außen. Das ist kein sauberer Vergleich.

EIN PRIVATER SCHRITT

Nimm dir einen Zettel und schreibe zwei Listen mit je drei Punkten: links alles, was du an anderen nur von außen mitbekommst; rechts alles, was in deiner eigenen Woche niemand sieht. Falte den Zettel danach wieder zusammen und lege ihn weg.

Wie es im Kopf klingt

Das innere Skript: 'Mein Kollege wurde gerade befördert und jetzt kann ich seinen LinkedIn nicht mal mehr anschauen.' SEM liest das als klassische Bedrohungsreaktion — der Erfolg deines Kollegen in einem Bereich, der dir wichtig ist, aktiviert den Kontrastmechanismus. Die Forschung schlägt drei Auswege vor: dem Bereich weniger Bedeutung beimessen (schwer zu fingieren), Abstand vom Vergleich schaffen oder die Energie in die Leistungslücke lenken.

Quellen: [1] ↗ · [2] ↗

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