FORSCHUNGSAKTE
Glas-Wand der Depersonalisierung
Die Glas-Wand der Depersonalisierung beschreibt die zweite Dimension von Maslachs Burnout-Modell: das Auftreten emotionaler Distanzierung, Zynismus und das Gefühl, bei der Arbeit nur noch mechanisch zu funktionieren. Sie entwickelt sich typischerweise als psychologischer Schutzschild, nachdem emotionale Erschöpfung bereits eingetreten ist — als Weg, verbleibende Ressourcen zu schützen, indem emotionale Investition gestoppt wird. Die 'Glas-Wand' erfasst die Erfahrung, Arbeit und Kollegen durch eine Barriere zu beobachten — körperlich präsent, aber innerlich abgekoppelt.
Wie es im Kopf klingt
Das innere Skript: 'Dieser Job ist mir einfach egal geworden — ich war wohl nie wirklich dafür geeignet.' Die Forschung rahmt den zeitlichen Ablauf um: Depersonalisierung folgt fast immer der emotionalen Erschöpfung, nicht umgekehrt. Die Glas-Wand ist keine Erkenntnis über deine Persönlichkeit — sie ist ein Symptom dessen, was bereits erschöpft wurde.