FORSCHUNGSAKTE
Ressourcen-Drain-Schleife
Die Ressourcen-Drain-Schleife ist der sich selbst verstärkende Zyklus im Kern des Burnouts: Hohe Arbeitsanforderungen erschöpfen Energie und persönliche Ressourcen, was die Erholung während der Ruhezeit erschwert, was die verfügbaren Ressourcen für die nächste Arbeitsphase reduziert, was die Anforderungen noch überwältigender erscheinen lässt — und so weiter. Hobfolls COR-Theorie und Demoeroutis JD-R-Modell zeigen beide, dass einmal begonnene Ressourcendefizite zu Verlustspiralen führen, die mächtiger sind als Gewinnspiralen — das Loch wird schneller tiefer, als es sich füllt.
Wie es im Kopf klingt
Das innere Skript: 'Ich muss nur diese Hochdruckphase überstehen, dann wird alles gut.' Die Forschung liest es anders: Wenn du bereits ein Ressourcendefizit hast, vergrößert noch härteres Arbeiten ohne Erholung das Defizit — was sich anfühlt wie 'fast durch', ist oft der Punkt, an dem die Spirale sich beschleunigt. Die Drain-Schleife pausiert nicht für gute Absichten.
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01 Warum tendiert Burnout gemäß der COR-Theorie dazu, sich zu beschleunigen statt zu stabilisieren, sobald es beginnt?
Die zentrale Asymmetrie der COR-Theorie: Ressourcenverluste erzeugen mehr psychologische Wirkung als entsprechende Gewinne. Wenn du erschöpft bist, hast du weniger Ressourcen, um in Erholung zu investieren, was bedeutet, dass jeder folgende Zyklus mit kleinerem Puffer beginnt — die Spirale geht schneller nach unten als nach oben. Quelle ↗