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Die Wissenschaft der Teamdynamik im Sport: Zusammenhalt, soziales Faulenzen und Kabinen-Hierarchie
Die Geschichten, die sich Sportler über ihr Team erzählen — 'wir harmonieren einfach nicht', 'die geben sich keine Mühe', 'ich bin das schwache Glied' — übergehen meist die tatsächliche Wissenschaft des Gruppenverhaltens im Sport. Seit 1913 belegen Forscher, dass individueller Einsatz in Gruppen still sinkt (Ringelmann, später Latané und Kollegen), dass unklare Rollen — nicht Faulheit oder fehlendes Talent — schlechtere Leistung und Unzufriedenheit vorhersagen, und dass sich Zusammenhalt selbst in getrennte Aufgaben- und Sozialdimensionen aufteilt, die nicht immer gemeinsam auftreten. So entwickelte sich die Wissenschaft der Teamdynamik — und das sagt sie tatsächlich darüber, warum Teams harmonieren, nachlassen oder zerbrechen.