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Die Wissenschaft der Führungslast: Warum die Unverwundbarkeits-Performance nach hinten losgeht
"Führungskräfte sollten keine Hilfe brauchen" und "Zweifel zeigen bedeutet Autorität verlieren" sind Skripte, die die meisten Führungskräfte verinnerlicht haben, bevor sie überhaupt die C-Suite erreichen. Die Organisationswissenschaft erzählt eine weniger dramatische und nützlichere Geschichte: Führungseinsamkeit ist eine der am konsequentesten dokumentierten Nebenwirkungen der Führungsrolle selbst — kein Charakterfehler — und die Unverwundbarkeits-Performance, die Führungskräfte zu ihrer Verbergung einsetzen, erweist sich als aktiv kontraproduktiv. Die Forschung zu Vertrauen, Verletzlichkeit und Führungsgesundheit kommt zum gleichen Befund: Die Überzeugung, dass Eingestehen von Unsicherheit oder Erschöpfung die Glaubwürdigkeit kostet, ist in den meisten Arbeitskontexten empirisch falsch.