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Die Wissenschaft des Neids: Warum das Gefühl, das schmerzt, auch antreiben kann

Neid hat den Ruf einer rein destruktiven Emotion — jener, die einen dazu bringt, andere herunterzuziehen statt sich selbst aufzubauen. Aber Jahrzehnte sozialpsychologischer Forschung zeichnen ein präziseres Bild. Neid ist nicht eine einzige Sache. Die Forschung unterscheidet gutartigen Neid, der zu aufwärtsgerichtetem Streben motiviert, von bösartigem Neid, der dazu motiviert, die andere Person zu schädigen — und der entscheidende Faktor zwischen beiden ist die wahrgenommene Verdienst­haftigkeit. Wenn ein Freund etwas bekommt, das man selbst möchte, und man glaubt, er hat es verdient, neigt der folgende Neid dazu, gutartig zu sein: Er sagt wärmeres, unterstützenderes Verhalten dieser Person gegenüber voraus, nicht weniger. Das alte Skript — 'Neid ist immer ein Charakterfehler' — verfehlt diese Unterscheidung fast vollständig.

2 typesNeid-Typen, die von van de Ven, Zeelenberg und Pieters (2009) identifiziert wurden: gutartiger Neid, der motiviert, sich selbst zu verbessern, und bösartiger Neid, der motiviert, die andere Person herunterzuziehen — aufgeteilt durch wahrgenommene Verdienst­haftigkeitkey factorwahrgenommene Verdienst­haftigkeit — ob die beneidete Person als jemand gilt, der sich ihren Vorteil verdient hat — ist der einzige berichtete Mechanismus, der Neid von bösartig zu gutartig kippt, über mehrere experimentelle Paradigmen hinwegless maliceBeobachter erleben weniger bösartigen Neid gegenüber erfolgreichen Gleichaltrigen, die vergangene Misserfolge offenbaren — Befund der Harvard Business School (2018), der zeigt, dass die Vermenschlichung von Erfolg verändert, welche Form des Neids ausgelöst wirdself-controldispositionale Selbstkontrolle moderiert, welche Form des Neids entsteht — höhere Selbstkontrolle sagt voraus, Neid in Richtung gutartiger motivationaler Form zu lenken statt der bösartigen destruktiven, laut der Validierungsstudie in Frontiers in Psychology von 2021
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