REALITYWIPE

FORSCHENDE

Die Wissenschaft der Zweitkind-Schuldgefühle: Warum Liebe sich multipliziert, nicht teilt

3 die forschenden dahinter'Wie kann ich ein weiteres Kind genauso lieben wie mein erstes?' — das ist die Frage, die sich fast jeder werdende Elternteil eines zweiten Kindes ste

Tavistock Institute of Human Relations, London

John Bowlby

Bekannt für:Begründer der Bindungstheorie — der Vorschlag, dass frühe Pflegepersoneninteraktionen innere Arbeitsmodelle von Selbst und anderen produzieren, die die Beziehungserwartungen lebenslang prägen

Zentrale Befunde

  1. 1969

    In Band 1 von Bindung und Verlust schlug Bowlby vor, dass Säuglinge aus frühen Pflegepersoneninteraktionen innere Arbeitsmodelle entwickeln — Templates, was von sich selbst und anderen zu erwarten ist — und dass unterbrochene oder unvorhersehbare Fürsorge Modelle erzeugt, die auf Bedrohungserkennung und Maximierung der Nähe zur Bindungsfigur ausgerichtet sind.

University of Virginia

Mary D. Salter Ainsworth

Bekannt für:Das Fremde-Situations-Verfahren — ein Laborparadigma, das sichere, vermeidende und ängstlich-ambivalente kindliche Bindungsmuster identifizierte und die Verhaltens-Signaturen etablierte, die später in die erwachsene Beziehungsangst zurückverfolgt wurden

Zentrale Befunde

  1. 1978

    Ainsworth und Kollegen beschrieben die Fremde Situation und ihre drei Hauptbindungsmuster: sicher (moderater Stress, effektives Beruhigen bei Wiedervereinigung), vermeidend (wenig Stress, Pflegeperson ablehnend) und ängstlich-ambivalent (übertriebener Stress, schwer zu beruhigen). Das ängstlich-ambivalente Muster — hyperaktivierter Stress plus Annäherungs-Vermeidungs-Muster bei Wiedervereinigung — wurde zum kindlichen Modell für das, was die Erwachsenenbindungsforschung ängstliche Bindung nennen würde.

King's College London (Professor Emerita)

Judy Dunn

Bekannt für:Grundlegende Beobachtungsforschung, die Geschwisterrivalität und -eifersucht als normale, entwicklungsbedingte Merkmale des Familienlebens etabliert hat

Zentrale Befunde

  1. 1982

    Bei der Beobachtung von Familien ab der Geburt eines zweiten Kindes fanden Dunn und Kendrick Rivalität und Eifersucht als normale, nahezu universelle Reaktion, stark geprägt davon, wie unterschiedlich Eltern jedes Kind von Anfang an behandelten.

  2. 1992

    Bei der Durchsicht der bisherigen Belege kam Dunn zu dem Schluss, dass die Qualität der Geschwisterbeziehung — wie viel Wärme im Verhältnis zu Rivalität sie trägt — Kontinuität von der frühen Kindheit an zeigt und mit dem breiteren sozialen Verständnis der Kinder zusammenhängt, nicht nur damit, wie gut sie zu Hause miteinander auskommen.

Vollständige Forschungsakte anzeigenAlle Forschenden