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FORSCHENDE

Die Wissenschaft des Singleseins: Warum die Daten deinem inneren Kritiker widersprechen

4 die forschenden dahinterDie Geschichte, die die Kultur übers Singlesein erzählt — dass etwas mit dir nicht stimmt, dass du ohne Partner unglücklich bist, dass eine Trennung u

University of California, Santa Barbara

Bella M. DePaulo

Bekannt für:Die Benennung und Dokumentation des 'Singlismus' — Stereotypisierung und Diskriminierung gegenüber alleinstehenden Erwachsenen

Zentrale Befunde

  1. 2005

    Alleinstehende Erwachsene sind Ziel von Stereotypisierung, Vorurteilen und Diskriminierung — 'Singlismus' — verwurzelt in einer 'Ideologie von Ehe und Familie', deren Annahmen (die sexuelle Partnerschaft sei die einzig wirklich wichtige Beziehung unter Gleichgestellten, und Menschen in Partnerschaften seien glücklicher und erfüllter) sowohl die Alltagskultur als auch wissenschaftliche Aussagen über Singles geprägt haben.

  2. 2006

    Die Stereotypisierung und Diskriminierung von Singles bleibt weitgehend unerkannt und geschieht oft ohne Unrechtsbewusstsein: Verglichen mit Verheirateten gelten Singles als weniger reif, weniger ausgeglichen und egozentrischer und erleben Nachteile von der Wohnungssuche bis zur Bezahlung — während diese Behandlung kaum je als Vorurteil wahrgenommen wird.

Northwestern University (at the time of these studies)

Paul W. Eastwick

Bekannt für:Der Nachweis, dass Menschen sowohl falsch vorhersagen, wen sie begehren werden, als auch, wie schlimm sich romantischer Verlust anfühlt

Zentrale Befunde

  1. 2008

    In einer Längsschnittstudie mit Studierenden in Beziehungen litten diejenigen, die sich trennten, nach der Trennung deutlich weniger, als sie selbst vorhergesagt hatten — Menschen überschätzen systematisch die emotionale Wucht romantischen Verlusts.

  2. 2008

    In einer Speed-Dating-Studie sagten die vorab erhobenen Idealpartner-Präferenzen der Teilnehmenden nicht voraus, was ihr Begehren bei echten Begegnungen tatsächlich weckte; die klassischen Geschlechtsunterschiede in den angegebenen Präferenzen verschwanden in der realen Anziehung.

Northwestern University

Eli J. Finkel

Bekannt für:Groß angelegte Übersichtsarbeiten zum Online-Dating und Studien zur anfänglichen romantischen Anziehung

Zentrale Befunde

  1. 2012

    Online-Dating unterscheidet sich grundlegend vom Offline-Dating in Zugang, Kommunikation und Matching — aber die Behauptung, proprietäre Matching-Algorithmen führten zu besseren romantischen Ergebnissen, entbehrt wissenschaftlicher Gültigkeit, und das Durchstöbern von Profilen kann potenzielle Partner auf durchsuchbare Attribute reduzieren.

  2. 2008

    Abstrakt formulierte Idealpartner-Präferenzen sagen die Anziehung zu realen Menschen nicht voraus: In den Speed-Dating-Daten hatten die vorab angegebenen Präferenzen für Attraktivität oder Verdienstaussichten keinen Zusammenhang damit, welche realen Gegenüber tatsächlich romantisches Interesse weckten.

Columbia University

Geraldine Downey

Bekannt für:Das Modell der Zurückweisungsempfindlichkeit — wie ängstliche Erwartungen von Zurückweisung Beziehungen prägen und sabotieren können

Zentrale Befunde

  1. 1996

    Zurückweisungsempfindlichkeit — Zurückweisung ängstlich erwarten, schnell wahrnehmen und überreagieren — führt dazu, dass Menschen absichtliche Zurückweisung in mehrdeutiges Verhalten neuer Partner hineinlesen, und sowohl Zurückweisungsempfindliche als auch ihre Partner berichten geringere Beziehungszufriedenheit.

  2. 1998

    Zurückweisungserwartungen wirken als selbsterfüllende Prophezeiung: In Tagebuch- und Beobachtungsstudien mit Paaren sagte hohe Zurückweisungsempfindlichkeit Konfliktprozesse voraus, die Beziehungen zermürbten, und Paare mit einer hoch zurückweisungsempfindlichen Frau hatten sich ein Jahr später weit häufiger getrennt (44 % vs. 15 %).

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