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FORSCHENDE

Die Wissenschaft der Ko-Rumination: Wenn Drüberreden dich im Problem festhält

3 die forschenden dahinterEin Problem mit der besten Freundin oder dem besten Freund durchzukauen fühlt sich wie das Gesündeste überhaupt an — und die Forschung zeigt, dass es

University of Missouri

Amanda J. Rose

Bekannt für:Benennung und Messung der Ko-Rumination — der Trade-off zwischen Freundschaftsnähe und internalisierenden Symptomen

Zentrale Befunde

  1. 2002

    Bei 608 Schülern der dritten bis neunten Klasse hing Ko-Rumination — Probleme mit einem Freund ausgiebig besprechen, über sie spekulieren und bei negativen Gefühlen verweilen — mit engeren Freundschaften und mit mehr Depression und Angst zusammen; Mädchen berichteten mehr davon als Jungen, was ihre engeren Freundschaften wie auch ihre stärkeren internalisierenden Symptome miterklärt.

  2. 2007

    Über die Zeit verfolgt, sagte Ko-Rumination Zuwächse in positiver Freundschaftsqualität und — besonders bei Mädchen — Zuwächse bei depressiven und Angstsymptomen voraus: Dasselbe Verhalten trug einen sozialen Nutzen und emotionale Kosten, was die Arbeit als die sozioemotionalen Trade-offs der Ko-Rumination rahmt.

Yale University

Susan Nolen-Hoeksema

Bekannt für:Die Response-Styles-Theorie — der Nachweis, dass Rumination gedrückte Stimmung verlängert und vertieft

Zentrale Befunde

  1. 1991

    Die typischen Reaktionen auf gedrückte Stimmung prägen deren Verlauf: Wer ruminiert — sich passiv und wiederholt auf die eigenen Symptome und deren mögliche Ursachen und Folgen konzentriert —, erlebt längere und schwerere Episoden gedrückter Stimmung als Menschen, die sich ablenken oder handeln.

  2. 2008

    Zwei Jahrzehnte Evidenz, gebündelt in 'Rethinking Rumination', zeigen: Rumination sagt den Beginn von Depression voraus, verstärkt negatives Denken, beeinträchtigt Problemlösen und zielgerichtetes Handeln und untergräbt soziale Unterstützung — obwohl Ruminierer glauben, das Grübeln verschaffe ihnen Einsicht.

Oklahoma State University

Jennifer Byrd-Craven

Bekannt für:Die Ko-Rumination ins Labor gebracht — ihre hormonelle Stresssignatur gemessen

Zentrale Befunde

  1. 2008

    Als junge Frauen experimentell dazu gebracht wurden, über ein Problem zu ko-ruminieren, ging beobachtete Ko-Rumination mit einem signifikanten Cortisolanstieg einher — kontrolliert für selbstberichtete Ko-Rumination und die Werte vor dem Gespräch — was nahelegt, dass Ko-Ruminieren die hormonelle Stressreaktion auf Lebensstressoren verstärken statt entladen kann.

  2. 2011

    In den Freundschaften junger Frauen sagte gerade der Fokus auf negativen Gefühlen während des Problemgesprächs Anstiege der Stressmarker voraus — Cortisol und Speichel-Alpha-Amylase — was nahelegt, dass Ko-Rumination trennbare adaptive und maladaptive Komponenten hat.

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