FORSCHUNGSAKTE
Karsten I. Paul
University of Erlangen-Nuremberg
Bekannt für:Metaanalysen, die die psychischen Folgen der Arbeitslosigkeit beziffern und Jahodas Modell der latenten Deprivation prüfen
DIE ÜBUNG ANSEHEN
Mach aus einem Gedanken, den diese Forschung erklärt, einen klaren Schritt.
DER GEDANKE
“Noch eine Absage und ich höre auf, es zu versuchen”
DEINE AUFGENOMMENE ANTWORT
“Ein Nein ist ein Zustellfehler zwischen meinen Unterlagen und einer Stelle – keine Messung meiner Person.”
EIN PRIVATER SCHRITT
Schreib die letzte Absage-Zahl auf ein Blatt, steck es weg. Öffne stattdessen die Datei mit offenen Stellen, markiere eine, die du heute anschauen wirst. Merk dir nur diese eine Zahl – nicht die Nein-Zahl.
Zentrale Befunde
- 2009
Über 237 Querschnitts- und 87 Längsschnittstudien hinweg zeigten 34 % der Arbeitslosen psychische Probleme gegenüber 16 % der Erwerbstätigen (mittlerer Effekt d = 0,51) — und die Längsschnittdaten zeigen, dass Arbeitslosigkeit selbst zur Belastung beiträgt, nicht nur Selektion. Unemployment impairs mental health: Meta-analyses ↗
- 2010
In einer repräsentativen deutschen Stichprobe war der Zugang zu Jahodas latenten Funktionen der Arbeit bei Arbeitslosen messbar geringer — eine Stütze für die Kernaussage des Modells, dass Jobverlust Menschen psychologisch wichtiger Erfahrungen jenseits des Einkommens beraubt. The need for work: Jahoda's latent functions of employment in a representative sample of the German population ↗
- 2023
Metaanalytische Befunde zum Modell der latenten Deprivation zeigen: Arbeitslose berichten weniger Zugang zu den latenten Funktionen als Erwerbstätige, und diese Deprivation geht mit schlechterer psychischer Gesundheit einher — vier Jahrzehnte nach dem Vorschlag des Modells. Employment status, psychological needs, and mental health: Meta-analytic findings concerning the latent deprivation model ↗