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Die Wissenschaft des Singleseins: Warum die Daten deinem inneren Kritiker widersprechen

Die Geschichte, die die Kultur übers Singlesein erzählt — dass etwas mit dir nicht stimmt, dass du ohne Partner unglücklich bist, dass eine Trennung unerträglich wäre — entpuppt sich als Skript, nicht als Befund. Forschende haben die Stereotypisierung von Singles benannt ('Singlismus'), gezeigt, dass Menschen deutlich überschätzen, wie schlimm sich Trennungen anfühlen werden, nachgezeichnet, wie die Angst vor Zurückweisung genau die Zurückweisung erzeugen kann, die sie fürchtet, und dokumentiert, dass Dating-App-Burnout eine messbare, zeitlich veränderliche Reaktion ist — kein persönliches Versagen. Hier steht, was fünfzig Jahre Beziehungsforschung wirklich sagen.

TESTE_DICH · Wie gut kennst du diese Forschung?

  1. 01 Was beschreibt 'Singlismus', der 2005 von DePaulo und Morris geprägte Begriff?

    In 'Singles in Society and in Science' (Psychological Inquiry, 2005) benannten DePaulo und Morris den Singlismus: die weitgehend unerkannte Stereotypisierung, Vorurteile und Diskriminierung gegenüber alleinstehenden Erwachsenen, verwurzelt in der unhinterfragten Ideologie, nur das Leben zu zweit sei ein erfülltes Leben. Quelle

  2. 02 Wie verhielt sich in der Studie von Eastwick, Finkel und Kollegen (2008) der tatsächliche Schmerz nach einer Trennung zur eigenen Vorhersage?

    Studierende in Beziehungen sagten voraus, wie sehr sie unter einem Beziehungsende leiden würden; wer sich während der Studie tatsächlich trennte, litt deutlich weniger als prognostiziert — ein klassischer affektiver Vorhersagefehler, angewandt auf romantischen Verlust. Quelle

  3. 03 Was ist Zurückweisungsempfindlichkeit laut Downey und Feldman (1996)?

    Downey und Feldman definierten Zurückweisungsempfindlichkeit als kognitiv-affektive Disposition, Zurückweisung ängstlich zu erwarten, schnell wahrzunehmen und überzureagieren — und zeigten, dass sie Beziehungen untergräbt: Zurückweisungsempfindliche lesen absichtliche Zurückweisung in mehrdeutiges Partnerverhalten hinein, und beide Partner sind am Ende unzufriedener. Quelle

  4. 04 Was zeigten 15 Jahre deutscher Paneldaten (Lucas et al., 2003) über das Glück nach der Heirat im Durchschnitt?

    Über 15 Jahre und mehr als 24.000 Personen hinweg fanden Lucas und Kollegen: Im Durchschnitt gab es rund um die Heirat einen kleinen Glücksschub, danach Anpassung zurück zur eigenen Ausgangslinie von vor der Ehe — mit erheblichen individuellen Unterschieden, aber ohne großen dauerhaften Gewinn für den Durchschnittsmenschen. Quelle

  5. 05 Was schloss die Übersichtsarbeit 'Online Dating: A Critical Analysis' (2012) über die Matching-Algorithmen von Dating-Seiten?

    Finkel, Eastwick, Karney, Reis und Sprecher prüften die Evidenz in Psychological Science in the Public Interest und schlossen: Die Behauptungen der Dating-Seiten, ihre Algorithmen erzeugten überlegene Matches, entbehren wissenschaftlicher Gültigkeit — kein Algorithmus konnte nachweislich langfristige Kompatibilität aus Profildaten vorhersagen. Quelle

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