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FORSCHUNGSAKTE

Zurückweisungsempfindlichkeit

Zurückweisungsempfindlichkeit, 1996 von Geraldine Downey und Scott Feldman definiert, ist die Disposition, Zurückweisung ängstlich zu erwarten, schnell wahrzunehmen und überzureagieren. Sie wirkt als Verarbeitungsverzerrung, nicht als Radar: Mehrdeutiges Verhalten — eine späte Antwort, ein abgelenkter Partner — wird als absichtliche Zurückweisung gelesen, und die folgenden Abwehrreaktionen (Feindseligkeit, Rückzug, Eifersucht) können genau die reale Zurückweisung hervorrufen, die gefürchtet wurde — eine selbsterfüllende Prophezeiung, dokumentiert in über die Zeit begleiteten Paaren.

DIE ÜBUNG ANSEHEN

Mach aus einem Gedanken, den diese Forschung erklärt, einen klaren Schritt.

DER GEDANKE

In meinem Alter noch Single zu sein heißt, mit mir stimmt etwas nicht

DEINE AUFGENOMMENE ANTWORT

Wenn eine Person mich ablehnt, sagt das über meine Passung zu dieser einen Person etwas aus — nicht über meinen Wert

EIN PRIVATER SCHRITT

Schreib eine Abfuhr auf, die du kürzlich bekommen hast. Neben sie schreibst du in einer neuen Spalte: "Was diese Person über mich nicht weiß." Füll die Spalte aus. Das sind die fehlenden Daten, die das Skript auslässt.

Wie es im Kopf klingt

'Vier Stunden für eine Antwort — die Sache ist für sie erledigt' fühlt sich wie Wahrnehmung an, ist aber Vorhersage. In Downeys Folgestudie sagte diese ängstliche Erwartung Konfliktverhalten voraus, das Beziehungen zermürbte: Paare mit einem hoch zurückweisungsempfindlichen Partner trennten sich weit häufiger (44 % vs. 15 % in einem Jahr). Die Gewissheit der Zurückweisung half mit, sie herbeizuführen.

Quellen: [1] ↗ · [2] ↗

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