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FORSCHUNGSAKTE

Negativitätsbias

Negativitätsbias ist die gut replizierte Asymmetrie in der menschlichen Kognition, bei der schlechte Informationen tiefer verarbeitet, lebhafter erinnert und in Urteilen stärker gewichtet werden als gleichwertige gute Informationen — in Lernen, Emotion, engen Beziehungen und Informationsverarbeitung (Baumeister et al. 2001). Es ist kein Denkfehler; es scheint ein strukturelles Merkmal zu sein, wie das Gehirn Bedrohungen handhabt. Für Gründer bedeutet es, dass eine schlechte Woche sich wie stärkere Evidenz für Untergang anfühlen kann als vier gute Wochen sich wie Evidenz für Erfolg anfühlen.

DIE ÜBUNG ANSEHEN

Mach aus einem Gedanken, den diese Forschung erklärt, einen klaren Schritt.

DER GEDANKE

Ihr Launch hat gerade unsere Firma umgebracht

DEINE AUFGENOMMENE ANTWORT

Das ist ihr Launch, nicht mein Befund.

EIN PRIVATER SCHRITT

Öffne dein Dashboard oder eine Notiz und markiere drei Werte aus der aktuellen Woche: einen guten, einen flachen, einen unklaren. Schreibe daneben nur: „Beobachtung, nicht Urteil.“ Dann schließe die Ansicht wieder.

Wie es im Kopf klingt

Das innere Skript: 'Ich hatte vier gute Monate, aber dieser eine schlechte Monat beweist, dass ich nur Glück hatte.' Die Forschung liest die Abrechnung anders: Der schlechte Monat erhält mehr kognitive Verarbeitung und mehr Gewicht im Urteil als die vier guten Monate, nicht weil die Daten diese Gewichtung stützen, sondern weil das Gehirn darauf ausgelegt ist, Bedrohungen zu über-indexieren.

Quellen: [1] ↗ · [2] ↗

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