FORSCHUNGSAKTE
Illusion der Kontrolle (Glücksspiel)
Die Illusion der Kontrolle beim Glücksspiel ist die Überzeugung, dass persönliche Fähigkeiten, Rituale, Auswahl oder Vertrautheit Ergebnisse beeinflussen können, die tatsächlich durch Zufall bestimmt werden. Ellen Langer (1975) identifizierte fertigkeitsassoziierte Hinweise — Loswahl, vertrautes Equipment, ein scheinbar nervöser Gegner —, die das Vertrauen von Spielern in Zufallsaufgaben zuverlässig aufblähen, ohne die zugrunde liegenden Odds zu verändern. Griffiths (1994) bestätigte, dass Stammspieler mit zunehmender Erfahrung mehr, nicht weniger fertigkeitsbasierte Erklärungen verbalisieren.
Wie es im Kopf klingt
Das innere Skript: 'Ich gewinne immer mehr, wenn ich den Knopf genau im richtigen Moment drücke — ich habe ein Gefühl für diese Maschine entwickelt.' Die Forschung liest es als Lehrbuch-Illusion der Kontrolle: Der RNG der Maschine produziert jedes Ergebnis unabhängig; das 'Gefühl' ist ein Muster, das das Gehirn erfunden hat, kein Muster, das die Maschine belohnt.