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FORSCHUNGSAKTE

Mitgefühlserschöpfung

Mitgefühlserschöpfung (eine Form sekundären Trauma-Stresses) ist Erschöpfung — biologisch, psychologisch und sozial — durch anhaltende, wiederholte Exposition gegenüber der Not anderer Menschen. Im Lehrberuf entsteht sie durch das tägliche Aufnehmen der Nöte und Traumata von Schülern, besonders an Schulen mit hoher Armutsrate, und wird in der Forschungsliteratur als Berufsrisiko der Fürsorgerolle behandelt, nicht als persönliches Defizit.

DIE ÜBUNG ANSEHEN

Mach aus einem Gedanken, den diese Forschung erklärt, einen klaren Schritt.

DER GEDANKE

Ich bin nur ein Lehrer

DEINE AUFGENOMMENE ANTWORT

Ich unterrichte. Das ist mein Beruf.

EIN PRIVATER SCHRITT

Schreibe den Satz „Ich unterrichte.“ auf einen Zettel oder in die Notizen deines Handys. Lies ihn dreimal langsam und ergänze darunter nur einen sachlichen Zusatz zu deinem Alltag, etwa „mit Planung, Korrekturen und Gesprächen“.

Wie es im Kopf klingt

Das innere Skript: 'Wenn mir diese Kinder wirklich am Herzen lägen, würde mich das nicht so auslaugen.' Die Forschung zu sekundärem Trauma-Stress liest es umgekehrt: Die Erschöpfung ist das, was Fürsorge unter wiederholter Trauma-Exposition erzeugt, und sie wird durch traumainformierte Schulung und Zusammenarbeit mit psychischer Gesundheitsversorgung reduziert, nicht durch weniger Fürsorge.

TESTE_DICH · Wie gut kennst du diese Forschung?

  1. 01 Was ist Mitgefühlserschöpfung nach der Definition der Forschung zu sekundärem Trauma-Stress?

    Mitgefühlserschöpfung ist definiert als Zustand biologischer, psychologischer und sozialer Erschöpfung infolge anhaltender Exposition gegenüber Begleit-(sekundärem) Stress — im Lehrberuf entsteht dies durch wiederholte Exposition gegenüber den Nöten und Traumata von Schülern, besonders an Schulen mit hoher Armutsrate. Quelle

  2. 02 Bei welchen Lehrkräften ist laut Forschung das Risiko für sekundären Trauma-Stress am höchsten?

    Die Forschung findet, dass Mitgefühlserschöpfung und sekundärer Trauma-Stress besonders bei Lehrkräften an Schulen mit hoher Armutsrate und größerer Exposition gegenüber Schülertrauma verbreitet sind, und dass fehlende traumainformierte Schulung das Risiko erhöht — das verweist auf Arbeits- und Ausbildungsbedingungen, nicht auf feste Persönlichkeitsmerkmale. Quelle

Quellen: [1] ↗

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