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FORSCHUNGSAKTE

Choking under Pressure

Choking under Pressure heißt, genau dann unter dem eigenen Können zu bleiben, wenn die Leistung am meisten zählt. Der Mechanismus ist Arbeitsgedächtnis-Diebstahl: Sorgen über die Situation und ihre Folgen besetzen denselben begrenzten kognitiven Arbeitsraum, den anspruchsvolle Aufgaben — etwa mehrstufige Prüfungsaufgaben — benötigen. Die Ressource, auf der die Vorbereitung beruht, wird für die Sorge ausgegeben. In Beilocks und Carrs Experimenten schadete Druck nur den Studierenden mit der höchsten Arbeitsgedächtniskapazität — und nur bei den anspruchsvollsten Aufgaben.

DIE ÜBUNG ANSEHEN

Mach aus einem Gedanken, den diese Forschung erklärt, einen klaren Schritt.

DER GEDANKE

In Prüfungen habe ich immer ein Blackout

DEINE AUFGENOMMENE ANTWORT

Der Druck hat mein Gedächtnis geborgt. Ich schreib auf, was ich weiß, dann hole ich es mir zurück.

EIN PRIVATER SCHRITT

Nimm die letzte Prüfung oder Aufgabe, bei der du ein Blackout hattest, schreib fünf Minuten auf, was du nach der Prüfung noch gewusst hast — und beobachte, wie schnell es kommt.

Wie es im Kopf klingt

Mitten in der Prüfung beginnt das Skript 'wenn ich das vergeige, bricht alles zusammen' zu kreisen. Dieser Satz läuft im verbalen Arbeitsgedächtnis — genau dem Arbeitsraum, den der Algebra-Schritt brauchte — also lädt die gestern geübte Lösung nicht, was das Skript prompt als Beweis liest, dass du sie nie konntest.

Quellen: [1] ↗ · [2] ↗ · [3] ↗

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