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Die Wissenschaft der Glücksspiel-Verzerrungen: Warum Verluste nachzujagen ein Gehirnfehler ist, kein Charakterfehler

"Ich brauche nur noch eine Hand, um es zurückzubekommen" fühlt sich wie ein rationaler Plan an. Die Kognitionswissenschaft erzählt eine präzisere Geschichte: Verluste nachzujagen läuft auf mindestens zwei gut dokumentierten Verzerrungen, die im Tandem wirken — der Spieler-Fehlschluss (der Glaube, dass vergangene Ergebnisse die Wahrscheinlichkeit zukünftiger beeinflussen) und die Illusion der Kontrolle (die Überzeugung, dass persönliche Fähigkeiten zufällige Ergebnisse beeinflussen können) — verstärkt durch Verlustaversion, die einen 100-Euro-Verlust etwa doppelt so schmerzhaft macht wie ein 100-Euro-Gewinn angenehm ist. Nichts davon macht den Glücksspielschaden weniger real. Es bedeutet aber, dass das alte Skript — 'es fehlt dir einfach an Willenskraft' — den Mechanismus fast vollständig verfehlt.

~2×das subjektive Gewicht eines Verlusts gegenüber einem äquivalenten Gewinn — Kahneman und Tverskys Verlustaversions-Verhältnis aus der Prospect Theory, das den asymmetrischen Schmerz erklärt, der Chasing-Verhalten antreibt6 cuesIllusion-of-Control-Auslöser, die Langer identifizierte — Auswahl, Wettbewerb, Vertrautheit, Beteiligung, Stimulussalienz und passiv vs. aktiv — alle in der Lage, das Vertrauen von Spielern in reine Zufallsergebnisse aufzublähen>50%der Problemspieler stimmen Spieler-Fehlschluss-Überzeugungen in kognitiven Verzerrungsumfragen zu — was ihn zu einer der am häufigsten gemessenen irrationalen Kognitionen in klinischen Glücksspielpopulationen macht2 biasessagten Verluste nachzujagen unabhängig voneinander in der Studie des Journal of Gambling Studies von 2021 voraus — Spieler-Fehlschluss und Illusion der Kontrolle trugen jeweils einzigartige Varianz bei, auch wenn sie bei denselben Teilnehmern separat gemessen wurden
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