REALITYWIPE

IN_ZAHLEN

Die Wissenschaft von sozialem Vergleich und Feed-Neid

Dein Gehirn misst 'Wie stehe ich da?' am Vergleich mit anderen — das ist kein Defekt, sondern ein 70 Jahre alter Befund. Aber der Feed liefert ihm eine manipulierte Stichprobe: die geschnittenen Bestmomente aller anderen, passiv durchgescrollt, tausende Male am Tag. Die Forschung zeigt: Menschen verbergen ihre negativen Gefühle, und wir unterschätzen, wie verbreitet die Probleme anderer sind — die Anzeigetafel zeigt also immer 'alle außer dir'. Hier steht, was die Studien wirklich fanden — und was passierte, als Forschende die Dosis veränderten.

~1 in 5Anteil kürzlicher neidauslösender Vorfälle, die in der Studie von Krasnova et al. (2013) auf Facebook stattfanden — passives Verfolgen anderer war ein zentraler Auslöser30 min/daydas Social-Media-Limit, das im randomisierten Experiment von Hunt et al. binnen drei Wochen Einsamkeit und Depressivität deutlich senkte14 daysso lange dauerte es, bis intensivere Facebook-Nutzung in der Experience-Sampling-Studie von Kross et al. messbare Rückgänge in Stimmung und Lebenszufriedenheit vorhersagte70+ yrsso lange ist sozialer Vergleich als menschlicher Grundantrieb dokumentiert — Festinger formalisierte ihn 1954, lange bevor es einen Feed gab
Vollständige Forschungsakte anzeigenteste dein wissenGesamte Forschung