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Die Wissenschaft des Burnouts: Warum es eine Ressourcengleichung ist, kein Willensmangel
"Ich bin einfach müde" und "Ich sollte das durchhalten können" — das sind die zwei Sätze, die ausgebrannte Menschen ausgebrannt halten. Die Arbeitswissenschaft erzählt eine strukturellere Geschichte: Burnout ist ein dreidimensionaler Zusammenbruch — Erschöpfung, Depersonalisierung und verringerte Wirksamkeit —, der sich entwickelt, wenn Arbeitsanforderungen deine Ressourcen schneller erschöpfen, als Erholung sie auffüllt. Maslachs 40-jähriges Forschungsprogramm und Hobfolls Theorie der Ressourcenerhaltung treffen sich im selben Punkt: Das ist keine Frage der Belastbarkeit. Es ist ein System, das ein Defizit anläuft. Zu erkennen, in welcher Dimension du dich befindest, ist kein Pessimismus — es ist die Karte, die dir sagt, welche Art von Auffüllung tatsächlich hilft.