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Intergenerationelle Traumatransmission

Intergenerationelle Traumatransmission ist der Prozess, durch den die psychologischen und biologischen Auswirkungen des Traumas eines Eltern- oder Großelternteils die Stressreaktionssysteme ihrer Kinder und Enkel umgestalten — ohne dass diese Nachkommen direkt dem ursprünglichen Trauma ausgesetzt waren. In Holocaust-Überlebensfamilien wurde dies durch erhöhte PTBS-Raten bei Nachkommen (Yehuda, 1998) und auf biologischer Ebene durch koordinierte, aber entgegengesetzte epigenetische Veränderungen an einem stressregulierenden Gen bei Überlebenden und ihren erwachsenen Kindern dokumentiert (Yehuda et al., 2016). Sowohl durch PTBS geprägtes Elternverhalten als auch möglicherweise präkonzeptionelle Veränderungen in der Keimbahn werden als Transmissionswege identifiziert.

Wie es im Kopf klingt

Das innere Skript: 'Meine Großmutter hat die Lager überlebt. Ich habe nie etwas Ähnliches erlebt, und doch kann ich das Gefühl nicht abschütteln, dass eine Katastrophe immer einen Schritt entfernt ist — dass ich einen Plan haben muss.' Diese Hintergrundvigilanz ist nicht irrational; sie ist das physiologische und psychologische Erbe ihrer Erfahrung, das in deinem Körper als veränderter Basisstress läuft.

Quellen: [1] ↗ · [2] ↗ · [3] ↗ · [4] ↗

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