FORSCHUNGSAKTE
Generativität versus Stagnation
Generativität versus Stagnation ist Eriksons Bezeichnung für die zentrale psychosoziale Aufgabe der Lebensmitte: etwas aufzubauen, das über einen selbst hinausgeht — durch Mentoring, Elternschaft, kreative oder bürgerschaftliche Arbeit — versus sich nach innen zu wenden und selbstbezogen zu werden. Jahrzehntelange Nachverfolgung, einschließlich der Harvard-Grant-Studie, verknüpft das Erreichen von Generativität in der Lebensmitte mit besserer psychosozialer Gesundheit im Alter, unabhängig davon, ob die Person unterwegs etwas wie eine 'Krise' erlebte.
DIE ÜBUNG ANSEHEN
Mach aus einem Gedanken, den diese Forschung erklärt, einen klaren Schritt.
DER GEDANKE
“Ich beneide Fremde, deren Leben langweilig und einfach wirkt”
DEINE AUFGENOMMENE ANTWORT
“Fünf Sekunden von jemandes Dienstag sind nicht sein ganzes Leben; das ist eine Stichprobe, die ich selbst ergänzt habe.”
EIN PRIVATER SCHRITT
Öffne eine private Notiz und schreibe zwei gewöhnliche, vergessliche Momente aus dieser Woche auf, die ein Fremder nie an dir bemerkt hätte.
Wie es im Kopf klingt
Das innere Skript: 'Ich bin 50 und habe das Gefühl, nichts Bleibendes aufgebaut, gefördert oder geschaffen zu haben — mit mir als Erwachsenem muss etwas nicht stimmen.' Eriksons Modell liest das anders: Den Sog der Stagnation zu bemerken ist die normale erste Hälfte der Aufgabe, kein Beweis, dass man sie bereits verloren hat.