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FORSCHUNGSAKTE

Abstrakter evaluativer Selbstfokus

Abstrakter evaluativer Selbstfokus ist der kognitive Modus, der depressivem Brooding zugrunde liegt: Anstatt konkret über das Geschehene und den nächsten Schritt nachzudenken, fokussiert die Person abstrakt darauf, warum Dinge schiefgelaufen sind, was das über sie als Person bedeutet und wie sie sich im Vergleich zu dem verhält, wo sie sein sollte. Forschung von Watkins zeigt, dass dieser Modus das Problemlösen beeinträchtigt und negativen Affekt unabhängig vom Inhalt aufrechterhält — selbst scheinbar positive oder neutrale abstrakte Selbstbewertung kann dasselbe kostspielige kognitive Muster teilen.

DIE ÜBUNG ANSEHEN

Mach aus einem Gedanken, den diese Forschung erklärt, einen klaren Schritt.

DER GEDANKE

Es war alles meine Schuld

DEINE AUFGENOMMENE ANTWORT

Die Vergangenheit hat keinen Bearbeitungsmodus. Meine nächste Stunde schon.

EIN PRIVATER SCHRITT

Schreibe auf einen Zettel drei kurze Sätze zu einer belastenden Situation: einen Satz über deinen Anteil, einen über den Anteil anderer, einen über etwas, das du damals nicht wissen konntest. Falte den Zettel danach weg und lege ihn für heute außer Sicht.

Wie es im Kopf klingt

Das innere Skript: 'Warum passiert mir das immer? Was sagt das über mich als Person aus?' Die Forschung weist auf eine handhabbarere Alternative hin: Die 'Warum ich?'-Frage durch 'Was genau ist passiert und was eine Sache könnte ich anders machen?' zu ersetzen, wechselt den Modus von abstrakter Evaluation zu konkretem Prozess — und dieser Wechsel, nicht die Positivität des Inhalts, ist das, was den Stress reduziert.

Quellen: [1] ↗ · [2] ↗

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