IN_ZAHLEN
Die Wissenschaft der Ko-Rumination: Wenn Drüberreden dich im Problem festhält
Ein Problem mit der besten Freundin oder dem besten Freund durchzukauen fühlt sich wie das Gesündeste überhaupt an — und die Forschung zeigt, dass es tatsächlich Nähe schafft. Sie zeigt aber auch etwas Unbequemeres: Probleme immer wieder aufzurollen, über Ursachen zu spekulieren und gemeinsam in negativen Gefühlen zu verweilen sagt über die Zeit mehr Angst und Depression voraus — und im Labor steigt dabei das Stresshormon Cortisol. Psychologen nennen dieses Muster Ko-Rumination, und ihr zentraler Befund ist ein Tauschgeschäft: Dieselben Gespräche, die eine Freundschaft vertiefen, können auch die Belastung vertiefen. So kam die Wissenschaft dahin.