FORSCHUNGSAKTE
Pauline Boss
University of Minnesota
Bekannt für:Die Theorie der Grenzambiguität — wie ungeklärte Unsicherheit über Familienzugehörigkeit und Rollen chronischen Familienstress erzeugt
DIE ÜBUNG ANSEHEN
Mach aus einem Gedanken, den diese Forschung erklärt, einen klaren Schritt.
DER GEDANKE
“Frieden halten ist meine Aufgabe”
DEINE AUFGENOMMENE ANTWORT
“Ich bin Teil dieser Familie, nicht ihr Stoßdämpfer.”
EIN PRIVATER SCHRITT
Lege dir vor einem geplanten Familienkontakt einen 3-Zeilen-Zettel ins Handy: „Nicht meine Aufgabe / Nicht steuerbar / Mein Platz ist da.“ Lies ihn einmal still durch und lass ihn danach liegen.
Zentrale Befunde
- 1984
Grenzambiguität — die Unsicherheit einer Familie darüber, wer als Mitglied zählt und welche Rolle oder Autorität diese Person hat — ist eine kontinuierliche Variable, die Familienstress für sich genommen vorhersagt, unabhängig vom auslösenden Ereignis. Family Boundary Ambiguity: A New Variable in Family Stress Theory ↗
- 2016
Im Rückblick auf drei Jahrzehnte Forschung beschreibt Boss, wie die Theorie der Grenzambiguität, ursprünglich zur Untersuchung von Familien mit Verlusterfahrung entwickelt, auf ein breites Spektrum unklarer Rollensituationen ausgeweitet wurde — darunter Wiederheirat und Mehrgenerationenhaushalte, in denen unklar ist, wer die Entscheidungsautorität hat. The Context and Process of Theory Development: The Story of Ambiguous Loss ↗