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Die Wissenschaft der Handy-Angst: Warum 'Zuletzt online' dich nicht beruhigt
Smartphones haben jeder Beziehung eine Statusleiste hinzugefügt — online, zuletzt online, gelesen um 21:47 Uhr — und aus gewöhnlicher Ungewissheit etwas gemacht, das man in Echtzeit aktualisieren sieht. Wer 'elektronisches Eindringen' und Partnerüberwachung erforscht, verfolgt seit über zehn Jahren, was tatsächlich passiert, wenn jemand das Handy, die Social-Media-Feeds oder den Status des Partners kontrolliert: Das Kontrollieren hängt weit mehr mit der eigenen Bindungsangst der kontrollierenden Person zusammen als mit dem, was der Partner tatsächlich tut — und es geht mit mehr Eifersucht und weniger Vertrauen einher, nicht weniger. So sieht die Datenlage zu dieser Schleife aus.
TESTE_DICH · Wie gut kennst du diese Forschung?
01 Was sagt laut Marshall und Kollegen (2013) tatsächlich mehr Partnerüberwachung — das Checken von Facebook oder Social Media des Partners — vorher?
Marshall und Kollegen fanden, dass Bindungsangst — nicht Partnerverhalten, Beziehungsdauer oder Konflikt — mehr Überwachung vorhersagte, teils vermittelt durch geringeres Vertrauen und tägliche Eifersucht; eine einwöchige Tagebuchstudie replizierte das Muster tagesaktuell. Quelle ↗
02 Wie nannten Reed, Tolman und Safyer (2015) das Verhalten, private Nachrichten des Partners zu lesen, seinen Standort zu verfolgen und zu überwachen, mit wem er spricht — alles ohne Erlaubnis?
Reed, Tolman und Safyer prägten 'elektronisches Eindringen' für dieses Verhaltensbündel und fanden, dass es durch die eigene Bindungsangst der überwachenden Person bei Männern wie Frauen unter Studierenden vorhergesagt wurde — nicht durch irgendetwas, das der Partner tatsächlich getan hatte. Quelle ↗
03 Womit hing die Partnerüberwachung in sozialen Medien laut Fox und Warber (2014) am engsten zusammen?
Beziehungsunsicherheit — nicht bestätigtes Fehlverhalten — sagte Überwachungsverhalten vorher, und höhere Bindungsangst war es, die diese Unsicherheit überhaupt erst erhöhte. Quelle ↗
04 Was sagten laut Hall und Baym (2012) höhere Erwartungen an ständige mobile Erreichbarkeit des Partners vorher?
Ständigen Kontakt zu erwarten korrelierte mit dem Gefühl von Überabhängigkeit und Gefangensein, was geringere Zufriedenheit vorhersagte — mehr Kontakt ist nicht einfach mehr Sicherheit. Quelle ↗
05 Was sagte der Facebook Intrusion Questionnaire (Elphinston & Noller, 2011) über das obsessive Checken des Partnerprofils vorher?
Facebook-Intrusion war über eifersüchtige Gedanken und Überwachungsverhalten mit Beziehungsunzufriedenheit verbunden — das Checken verstärkte genau die Gefühle, die es lindern sollte. Quelle ↗