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FORSCHUNGSAKTE

Der Erfolgs-Attributionsfehler

Das Impostor-Phänomen läuft auf einem schiefen Attributionsmuster: Erfolge werden mit externen, instabilen Ursachen erklärt — Glück, Timing, Charme, ein milder Prüfer, jemandes Versehen —, während Misserfolge mit internen, stabilen Ursachen erklärt werden ('Ich bin nicht klug genug'). Clance und Imes dokumentierten das von Anfang an; es ist die Umkehrung des selbstwertdienlichen Bias, den die meisten Menschen zeigen. Mit diesem Muster kann sich kein noch so großes Erfolgsvolumen zu einem Kompetenzgefühl summieren, weil nichts davon je dem Selbst gutgeschrieben wird.

DIE ÜBUNG ANSEHEN

Mach aus einem Gedanken, den diese Forschung erklärt, einen klaren Schritt.

DER GEDANKE

Ich hatte nur Glück

DEINE AUFGENOMMENE ANTWORT

Ich sammle Belege. Die Beweise sagen: Ich liefere.

EIN PRIVATER SCHRITT

Schreibe auf ein loses Blatt oder in eine private Notiz genau drei konkrete Handlungen aus den letzten 24 Stunden, die zu einem gelungenen Ergebnis beigetragen haben, und lege das Blatt sichtbar neben deinen Schreibtisch oder auf den Tisch.

Wie es im Kopf klingt

Du bestehst die Zertifizierungsprüfung: 'Es kamen zufällig genau die Fragen, die ich gesehen hatte.' Monate zuvor fällst du durch einen einzigen Übungstest: 'Das ist das wahre Ich.' Ein Datenpunkt gegen dich wiegt schwerer als hundert für dich — weil nur die negativen von dir handeln dürfen.

Quellen: [1] ↗ · [2] ↗

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