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FORSCHUNGSAKTE

Relationale Aggression

Relationale Aggression ist absichtlicher Schaden, der über Beziehungen statt über Fäuste oder Beleidigungen zugefügt wird: jemanden ausschließen, Gerüchte streuen, mit Freundschaftsentzug drohen oder andere gegen ihn aufbringen. 1995 von Crick und Grotpeter benannt, ist sie per Definition und nach den Folgen echte Aggression — ihre Zielpersonen zeigen mehr Ablehnung, Einsamkeit und Depression — und Forschung von College-Stichproben bis zu einer Studie mit 1.387 Erwachsenen zeigt: Sie hört lange nach dem Schulhof nicht auf.

DIE ÜBUNG ANSEHEN

Mach aus einem Gedanken, den diese Forschung erklärt, einen klaren Schritt.

DER GEDANKE

Sie haben sich ohne mich getroffen — ich werde rausgedrängt

DEINE AUFGENOMMENE ANTWORT

Das war ein Treffen. Kein Beweis gegen mich.

EIN PRIVATER SCHRITT

Lege für zwei Minuten dein letztes Nachrichtenfenster und das zuletzt gesehene Foto nebeneinander. Schreib auf einen Zettel drei Spalten: Beobachtung, Vermutung, offene Frage. Dann lege den Zettel weg, ohne etwas zu senden.

Wie es im Kopf klingt

Dein Freundeskreis plant eine Reise in einem Chat, in dem du nicht bist, und dein Kopf spult das alte Skript ab: 'Ist doch nicht schlimm, stell dich nicht so an.' Die Forschung sagt das Gegenteil — aus Beziehungen herausgeschnitten zu werden ist die Aggression selbst, und sie im Selbstgespräch kleinzureden macht den dokumentierten Schaden nicht kleiner. Das Geschehene präzise zu benennen ist der erste Schritt zu einer vernünftigen Antwort.

Quellen: [1] ↗ · [2] ↗ · [3] ↗

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