FORSCHUNGSAKTE
Die Favorisierungs-Verleugnungslücke
Die Favorisierungs-Verleugnungslücke beschreibt die belegte Diskrepanz zwischen der Häufigkeit, mit der Eltern insgeheim ein Lieblingskind haben, und der Seltenheit, mit der sie das öffentlich zugeben — verschärft durch die eigenen ungenauen Vermutungen der Kinder darüber, wer dieses Lieblingskind ist. Öffentliche Verleugnung ist eine soziale Norm, kein Beweis für Gleichbehandlung.
DIE ÜBUNG ANSEHEN
Mach aus einem Gedanken, den diese Forschung erklärt, einen klaren Schritt.
DER GEDANKE
“Ich werde nie der Liebling dieser Familie sein”
DEINE AUFGENOMMENE ANTWORT
“Die Rangliste ist ihr altes System, nicht mein Wert.”
EIN PRIVATER SCHRITT
Lege heute einen Zettel an und ziehe zwei Überschriften: „Heute passiert“ und „Alte Rangliste“. Notiere unter „Heute passiert“ fünf konkrete Details eines letzten Familienmoments, ohne Deutung. Falte den Zettel danach weg und bewahre ihn privat auf.
Wie es im Kopf klingt
Eine Mutter sagt der ganzen Familie an jedem Feiertag 'Ich liebe euch alle genau gleich', während sie insgeheim ein Kind als dasjenige benennt, das sie zuerst mit guten Nachrichten anruft — und das nicht ausgewählte Geschwister ist oft am überzeugtesten, es doch zu sein.