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FORSCHUNGSAKTE

Dyadischer Rückzug

Dyadischer Rückzug ist die dokumentierte Tendenz von Menschen, die eine ernsthafte romantische Beziehung eingehen, mit einem schrumpfenden sozialen Netzwerk zu interagieren: Je enger die Bindung an den Partner, desto mehr Zeit und Aufmerksamkeit werden von Freunden und weiteren Kontakten abgezogen. Erstmals 1982 von Johnson und Leslie getestet, wurde das Muster in Lebensverlaufsstudien zu Paarnetzwerken bestätigt.

DIE ÜBUNG ANSEHEN

Mach aus einem Gedanken, den diese Forschung erklärt, einen klaren Schritt.

DER GEDANKE

Die beiden stehen sich näher als mir

DEINE AUFGENOMMENE ANTWORT

Zwei Freunde, die sich verstehen, sind nicht automatisch eine Absage an mich.

EIN PRIVATER SCHRITT

Leg dir auf einem Zettel oder in einer Notiz drei Spalten an: „gesehen“, „sofort gedacht“, „offen geblieben“. Trage zu einem einzigen Moment mit den beiden je einen kurzen Stichpunkt ein. Danach klappst du es zu und lässt es liegen.

Wie es im Kopf klingt

Das Skript sagt: 'Sie hat einen Freund und mich fallen gelassen — ich war offenbar nie wichtig.' Die Daten sagen: Paare ziehen sich als Kategorie vorhersehbar aus Netzwerken zurück, in jeder gemessenen Lebensphase. Das Schrumpfen ist real; das persönliche Urteil daran ist der Teil, den dein Selbstgespräch erfunden hat.

Quellen: [1] ↗ · [2] ↗

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