SCENE_01
Der Stapel auf dem Schreibtisch
Du sitzt mit dem Laptop offen, daneben die Liste der Fonds, bei denen du nachgefragt hast. Ein Name nach dem anderen ist markiert, meist mit einer knappen Absage, manchmal nur mit Stille. Und genau da schießt es dir durch den Kopf: Fünfzig Investoren-Neins heißen, die Idee ist dumm. Nicht vielleicht schwach. Nicht gerade unpassend. Dumm.
SCENE_02
Aus Absagen wird ein Urteil
Danach fühlt sich jede weitere Kaltakquise an, als würdest du dich freiwillig für die nächste kleine Demütigung eintragen. Du zählst die Neins nicht mehr wie Rückmeldungen in einer Pipeline, sondern wie Stimmen gegen dich. Selbst wenn du die Runde abgeschlossen hast, kann ein Board-Meeting sich anfühlen, als müsste heute endlich auffliegen, dass alle dich nur durchgewunken haben.
SCENE_03
Ein Nein ist kein Gutachten über den Kopf
Der genauere Blick ist nüchterner: Ein Pass ist oft eine Entscheidung über den Fonds, sein Timing, seine Schiene, seine Themen. Er ist kein Peer-Review deiner Fähigkeit zu denken. Und fünfzig Neins bei einer sehr geringen Annahmewahrscheinlichkeit sind kein Beweis für Dummheit, sondern ein erwartbarer Teil des Spiels. Der kleine Schritt: Schreib dir auf einem Zettel drei Lesarten der Absage auf, die nicht dein Urteil sind, und leg ihn sichtbar neben die Liste.