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Die Wissenschaft der ungleichen Hausarbeit: Warum 'sag doch einfach Bescheid' nichts löst
Jahrzehntelang wurde der Streit um die Hausarbeit an Aufgaben gemessen: Wer spült, wer wäscht. Doch das eigentliche Gewicht liegt woanders, unsichtbar — vorausschauen, dass die Schule einen Erlaubnisschein braucht, entscheiden, zu welchem Kinderarzt man wechselt, an den Kühlschrankfilter denken, bevor er fällig ist. Die Forschung seit den 1980ern ist vom Zählen der Aufgaben zum Kartieren dieser kognitiven Arbeit übergegangen — und findet immer wieder dasselbe: Eine Person trägt die mentale Landkarte des Haushalts, die andere wartet auf Anweisungen. 'Ich helfe doch' und 'sag einfach Bescheid' setzen beide still voraus, wessen Job es ohnehin schon ist. So hat die Wissenschaft dieses Bild aufgebaut — und daher kommen die Skripte.