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Die Wissenschaft der ungleichen Hausarbeit: Warum 'sag doch einfach Bescheid' nichts löst

Jahrzehntelang wurde der Streit um die Hausarbeit an Aufgaben gemessen: Wer spült, wer wäscht. Doch das eigentliche Gewicht liegt woanders, unsichtbar — vorausschauen, dass die Schule einen Erlaubnisschein braucht, entscheiden, zu welchem Kinderarzt man wechselt, an den Kühlschrankfilter denken, bevor er fällig ist. Die Forschung seit den 1980ern ist vom Zählen der Aufgaben zum Kartieren dieser kognitiven Arbeit übergegangen — und findet immer wieder dasselbe: Eine Person trägt die mentale Landkarte des Haushalts, die andere wartet auf Anweisungen. 'Ich helfe doch' und 'sag einfach Bescheid' setzen beide still voraus, wessen Job es ohnehin schon ist. So hat die Wissenschaft dieses Bild aufgebaut — und daher kommen die Skripte.

71%der gesamten mentalen Last des Haushalts tragen Mütter, laut einer Befragung von 3.000 US-Eltern zu sieben Bereichen des Familienlebens~2×so viel mehr routinemäßige Hausarbeit leisteten Frauen im Vergleich zu Männern, laut einer Auswertung von über 200 Studien aus den 1990er-Jahren in einer wegweisenden Synthese4 stagesbilden die kognitive Arbeit in Damingers Modell — antizipieren, Optionen identifizieren, entscheiden und überwachen —, wobei Frauen überproportional das Antizipieren und Überwachen übernehmen1 monthan zusätzlichen 24-Stunden-Tagen pro Jahr arbeiteten berufstätige Mütter im Vergleich zu ihren Ehemännern, wenn man bezahlte Arbeit, Hausarbeit und Kinderbetreuung zusammenzählt
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