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Die Wissenschaft der Lebensmitte: Warum 'Krise' das falsche Wort ist

Die 'Midlife-Crisis' wurde nicht in einer Studie über durchschnittliche Erwachsene entdeckt — der Begriff entstand 1965 aus der Lektüre der Biografien verstorbener Maler und Komponisten. Als Forschende schließlich eine große, repräsentative Stichprobe von Amerikanern befragten, sah das Bild ganz anders aus: Die meisten Menschen berichten von nichts, das einer Krise ähnelt, und von denen, die es tun, beschreiben die meisten eine gewöhnliche schwierige Phase, keinen altersbedingten Zusammenbruch. Was die Forschung zur Lebensmitte tatsächlich dokumentiert, ist eine reale Entwicklungsspannung — Eriksons Konflikt zwischen Generativität und Stagnation — sowie ein gut untersuchtes Muster von Menschen, die ihre Arbeit und Identität mit 40, 50 oder 60 bewusst neu aufbauen, nicht als Schadensbegrenzung. Hier erfährst du, woher das 'Krisen'-Skript kommt — und was die Daten stattdessen sagen.

~10%der amerikanischen Männer erlebten laut Gilbert Brims Auswertung der Evidenz von 1992 schätzungsweise etwas, das einer eigenständigen Midlife-Crisis ähnelt26%der Amerikaner gaben in MIDUS-finanzierter Forschung von sich aus an, eine 'Midlife-Crisis' gehabt zu haben — die meisten beschrieben jedoch gewöhnliche belastende Lebensereignisse statt eines altersbedingten existenziellen Wendepunkts7,108Amerikaner im Alter von 25-74 wurden in der ursprünglichen MIDUS-Studie von 1995 befragt — der erste große, national repräsentative Blick auf das Wohlbefinden in der Lebensmitte, keine Annahme darüber8.4 millionAmerikaner im Alter von 44-70 waren 2008 bereits in 'Encore-Karrieren' — bewusst gewählte Arbeit wegen Sinn, fortlaufendem Einkommen und sozialer Wirkung, laut der Umfrage der MetLife Foundation/Civic Ventures
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