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Die Wissenschaft des Impostor-Phänomens: 1978 benannt, bis heute missverstanden

Das 'Impostor-Phänomen' wurde 1978 von zwei Psychologinnen benannt, die hochleistende Frauen untersuchten, die trotz Abschlüssen, Beförderungen und Auszeichnungen überzeugt blieben, alle getäuscht zu haben. Fast fünfzig Jahre später sagt die Forschung drei Dinge klar: Impostor-Gefühle sind bei erfolgreichen Menschen jeden Geschlechts verbreitet, die gemessene Prävalenz schwankt je nach Fragebogen zwischen 9 % und 82 %, und Erfolg allein heilt es nicht — weil das Skript jeden neuen Erfolg als Glück oder Charme abwertet. Die neueste Forschung fügt eine Wendung hinzu: Das Gefühl folgt oft dem Umfeld, nicht nur der Person, die das Skript ausführt.

9–82%die Spannweite der Prävalenzschätzungen des Impostor-Phänomens über Studien hinweg — die Zahl hängt stark davon ab, welches Screening-Instrument und welchen Cutoff eine Studie verwendet62 studiesmit 14.161 Teilnehmenden wurden in der ersten systematischen Übersichtsarbeit zusammengeführt — sie fand Impostor-Gefühle bei Männern und Frauen gleichermaßen verbreitet und häufig gemeinsam mit Depression und Angst auftretend0veröffentlichte Studien zur Bewertung einer Behandlung des Impostor-Syndroms fand die systematische Übersichtsarbeit von 2020 — trotz vier Jahrzehnten Forschung zum Konstrukt selbst20 itemsumfasst die Clance Impostor Phenomenon Scale (1985), das meistgenutzte Messinstrument des Feldes — ihre Subskalen sind nach dem Skript selbst benannt: Fake, Discount und Luck
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